Wolfratshausen - Die Integrationsgruppe im evangelischen Kindergarten an der Kräuterstraße, die behinderte und nichtbehinderte Mädchen und Buben gemeinsam besuchen, ist die älteste im Landkreis.

Wir sind die Geburtstagskinder: die Integrationsgruppe („Mondgruppe“) mit den Betreuern Angelika Felber, Johannes Botzky, Rosi Schwarze und Annette Rastel (v. li.). Foto: sh
Wie vor 30 Jahren sind die so genannten I-Gruppen auch heute kleiner. Es werden nicht – wie in einer Regelgruppe – 25 Mädchen und Buben betreut, sondern nur 15, darunter maximal fünf mit erhöhtem Förderbedarf. Das sind Kinder mit körperlichen (zum Beispiel Schwerhörigkeit, Sehschwäche), geistigen (zum Beispiel Down-Syndrom) oder seelischen Einschränkungen. Durch gezielte Förderung können Handicaps wie Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsverzögerungen ausgeglichen werden – so dass manche Schützlinge mit ihren Altersgenossen ganz normal eingeschult werden können.
Kindergartenleiterin Rosi Schwarze ist es besonders wichtig, Eltern und deren behinderten Kindern ein Zugehörigkeitsgefühl zu vermitteln. „Durch die Behinderung ist das Kind von Geburt an aus der Gesellschaft draußen. Mit einem Platz in einem normalen Kindergarten vor Ort können wir es wieder integrieren.“
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