- Wolfratshausen – Zum 25. Mal wurden Sportler, die in Wolfratshausen wohnen oder für einen Verein der Stadt starten, für herausragende sportlichen Leistungen geehrt. Im Beisein von Bürgermeister Reiner Berchtold und zahlreicher Stadträte erhielten 23 Athletinnen und Athleten sowie zwei Mannschaften (Judo und Tischtennis) Medaillen und Urkunden. Sie alle hatten im Jahr 2005 die harten Kriterien für eine Ehrung durch die Stadt erfüllt.
von gabriele Mayer <P>Obwohl die Mindestvoraussetzung, ein zweiter Rang auf Bezirksebene, schwierig genug zu erreichen ist, gaben sich die meisten der Geehrten damit nicht zufrieden. Sie leisteten bei ihren teils internationalen, deutschen und bayerischen Einsätzen wesentlich mehr. Einer, der dies schon 24 Mal fertig gebracht hatte, ist Anderl Huber – das „Urgestein der Wolfratshauser Leichtathletik“, wie Sportreferent und Moderator Hans Reiser bemerkte. Doch auch die übrigen herausragenden Sportler der Sparten Leichtathletik (TSV Wolfratshausen), Tischtennis (BCF), Skilanglauf (Rehabilitäts-Sport-Gemeinschaft (RSG) Wolfratshausen), Fechten (KTF Luitpold-Gymnasium München), Behindertensport (Kath. Gehörlosen Bad Tölz), Judo (JV Ammerland-Münsing) und Tanz (TSV Hohenbrunn) waren keine Unbekannten. Selbst an die Gesichter der jungen Judoka-Truppe hat man sich inzwischen gewöhnt. <P>Reiser wollte trotz aller Spitzenleistungen die an die 9000 Breiten- und Bewegungssportler nicht vergessen, denn Sport „erhält gesund und bereichert das Leben“. Dennoch fand der Sportreferent die Radsportler des RSCI mit Wolfgang Sacher, Claudia Häusler und Antje Bornhak besonders erwähnenswert. Letztere ist im Gegensatz zu Häusler und Sacher in Wolfratshausen unbekannt, selbst beim RSCI. Bornhak wohne in Leutasch/Tirol und habe sich „wahrscheinlich bei uns nur wegen der Lizenzvergabe angemeldet“, verriet vor der Veranstaltung RSCI-Chef Peter Oelbaum. Sie habe mit der Mannschaft die Weltmeisterschafts-Staffel „Orientierung Mountainbike“ gewonnen, diese „Exotenrandsportart“ sei indes hier unbekannt. Wesentlich höher sind die Leistungen der beiden Vorgenannten zu bewerten. Nachdem auch Bürgermeister Reiner Berchtold in seiner Laudatio zu Beginn der Ehrung besonders auf Sacher, Weltmeister im Straßenrennen des Jahres 2006 und Dritter der Paralympic-Weltmeisterschaft 2006, eingegangen war, regte Oelbaum öffentlich an, die Sportlerehrung „zeitnäher“ zu veranstalten. „Sonst werden sie für Leistungen aus dem Jahr 2005 geehrt, wenn sie schon an 2007 denken.“ <P>Eine Kostprobe ihres Könnens zeigten denn auch Sacher sowie Häusler im Rahmenprogramm. Sie strampelten zehn Minuten „auf der Walze“ und legten damit zusammen genau 17,5 Kilometer zurück, die vom Publikum zu erraten waren. Den ersten Preis, einen Gutschein im Wert von 70 Euro, gewann „Radexperte“ Toni Bader, der mit seinem Tipp genau richtig lag <P>Ein weiterer Höhepunkt der kleinen Feierstunde waren die Vorführungen der Judokas. Sie begeisterten das Publikum mit ihren Demonstrationen der verschiedenen Fall- und Wurftechniken und zeigten eindrucksvoll, wie man sich in gefährlichen Situationen schützen könne. Ein Novum war zudem die Ehrung der Stadtmeister des Jahres 2005. Die Sportler aus den Richtungen Ski alpin (TSV Wolfratshausen), Schießen (Isarlust Weidach), Radsport (RSC Isartal) und Laufen (Laufgruppe Extrafit und SV Burgmann) erhielten ebenfalls kleine Präsente. <P>
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