Epfach - Zum Endspurt der närrischen Zeit warteten die Epfacher bei ihrem traditionellen Faschingszug wieder mit einem gelungenen Spektakel und jeder Menge politischer Schelmereien auf.

Gleich vornweg thronte die Kuh Yvonne auf dem Wagen des Gastgebers, der Faschingsgesellschaft Epfach: Neben der schlauen Kuh stand ein großer Jägerstand mit einem Schützen, der ständig in die falsche Richtung zielte.
Auch sonst waren viele aufwändig gestaltete Wägen dabei: So kreuzte etwa der Trachtenverein mit einem imposanten Wikingerschiff durch die Narrenmenge - mit der Aufschrift: „So manchen Kreuzfahrer verfolgt das Pech, wir fahren lieber auf dem Lech.“
Ein gefundenes „Fressen“ im wahrsten Sinne des Wortes war für die Zugteilnehmer heuer natürlich der Müller- Brot-Skandal, den gleich zwei Gruppen „aufs Korn“ nahmen: „Was haben das Dschungel-Camp und Müller-Brot gemeinsam?“, fragten sie - die Antwort: „Viele Kakerlaken!“ Ein Zugteilnehmer ging sogar als Kakerlake verkleidet durchs Volk und versuchte den Zuschauern Ekelbrot mit Würmern etc. anzudrehen - doch die meisten winkten dankend ab.
Überhaupt waren es heuer besonders die überregionalen Themen, auf die sich die Narren eingeschossen hatten - angefangen von „40 Jahre Bobby Car“ und „40 Jahre Sendung mit der Maus“ bis hin zur Griechenland-Versteigerung, „Bauer sucht Frau“ und Alfons Schuhbeck, den die Denklinger Feuerwehr auf einem kunterbunten McDonald’s-Wagen veräppelte.
Auch diverse Fußgruppen bereicherten den Zug, wie etwa eine Horde Schneemänner oder ein echter „Schwarzwälder Berggeist“ von der Narrengilde Oberried. Mit einem Breitbandkabel war eine Gruppe unterwegs, die sich dem Großprojekt „Glasfaseranschluss für jedes Haus“ widmete, welches die Gemeinde Denklingen zwecks Bürger-Gegenwehr wieder fallen ließ.
Manuela Schmid
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