Apfeldorf - Über Maßnahmen zur Entwässerung des geplanten Baugebietes „Esele“ hat jetzt der Apfeldorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beraten.

Für das geplante Baugebiet „Esele“ sind Maßnahmen zur Entwässerung nötig. Dazu muss auch die Birkländer Straße (im Bild) neu gemacht werden. Foto: ms
Welche Variante zur Ausführung kommen wird, ist allerdings noch offen - dazu sollen erst noch weitere Untersuchungen stattfinden. Allgemein tendiert der Gemeinderat aber zu einer Rigolenlösung.
Wie Ingenieur Max Lang den Gemeinderäten erklärte, könne das Regenwasser nur in einem Teil des Baugebietes versickern, so dass entsprechende Entwässerungsmaßnahmen nötig seien. Dazu könnte die bestehende Drainage angezapft werden, schlug Lang vor.
Die zweite Möglichkeit mittels Stauraumkanal käme die Gemeinde teurer, legte Lang dar: Denn der Stauraumkanal müsste viel tiefer liegen. Hierbei würde es sich um einen Stauraum handeln, aus dem nichts heraus sickern kann. Bei dieser Lösung würde ein Rohr mit einem Durchmesser von 1,20 bis 1,30 Metern verwendet, und das Wasser würde über eine Klappe in den Tagwasserkanal abgegeben.
Bei beiden Lösungen müssten die Straßen am Baugebiet - die Birkländer Straße und ein abzweigender Weg - danach wieder hergestellt werden. Laut Bürgermeister Georg Epple müsste der Kanal in der Birkländer Straße aber sowieso neu gemacht werden.
Epple meinte, dass eine Rigole vielleicht ökologisch sinnvoller wäre als ein Stauraumkanal: Denn bei dieser Variante würde das Wasser verzögert in den Lech gelangen und nicht in großen Mengen auf einmal. Vizebürgermeisterin Rosi Beinhofer wandte ein, dass der Boden erst nochmals genauer untersucht werden sollte, damit bei Starkregen bei den bestehenden Häusern in der Birkländer Straße nicht die Keller voll Wasser laufen würden. Auch Heinrich Keller stellte klar, dass es ausgeschlossen sein müsse, dass irgendein Haus im Altbestand durch die neue Entwässerung geschädigt würde.
Bürgermeister Georg Epple meinte, dass er sich zwar nicht vorstellen könnte, dass hier eine Gefahr bestünde - doch zur Sicherheit könnte man ja vorher an ein paar Stellen in die Tiefe graben, um zu sehen, ob eine Rigolenlösung auch wirklich sicher sei. Dies soll nun baldmöglichst gemacht werden. Falls es mit der Versickerung Probleme gebe, würde sich Gemeinde für einen Stauraumkanal entscheiden - ansonsten würde die Rigolenlösung in Angriff genommen.
Für Regenwasser- und Schmutzwasserkanal, Wasserleitungen sowie Straßenbauarbeiten würden bei der Rigolenlösung insgesamt rund 219 000 Euro anfallen. Bei der Lösung mit Stauraumkanal wären es Gesamtbaukosten in Höhe von 223 000 Euro. Allerdings würde sich die zweite Alternative im Gegensatz zur ersten nochmals um rund 20 000 Euro verteuern, da später nochmals eine Erweiterung nötig wäre.
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