Apfeldorf - Mit Spannung erwarteten die „Untertanen“ - in Apfeldorf die Ankunft ihres Königs „Kajetan I. vom Broata Moos“: Die „Königlichen Festspiele“ erwiesen sich als gelungene Gaudi.

Für dieses Paar wird in Apfeldorf der Teppich ausgelegt: König „Kajetan I. vom Broata Moos“ mit seiner ‚angetauten’ Gattin „Emma II. der Durchlöcherten vom Verloriga Guat“. fotos: ms
Angeführt von der Trachtenkapelle samt Trommlerzug, rollte der Moosherrscher (dargestellt von Ferdinand Gruber) zusammen mit seiner ‚angetauten’ Gattin „Emma II. der Durchlöcherten vom Verloriga Guat“ (Horst Kümmerle) in einem mächtigen Thronfahrzeug an. Das wilde Moos-Gefährt war reich verziert mit sämtlichen Utensilien, die im „Broata Moos“ so zu finden sind. Und zwischen Torf, Tannenzweigen, Ästen und sonstigen Gewächsen brannte obendrein noch ein Lagerfeuer.
Ebenso wild sahen die Naturburschen aus, die als Hofstaat neben dem König hermarschierten und sämtliche Zuschauer gleich von Beginn an dazu anhielten, die „hochmoorgeborene Majestät“ auch gebührend zu huldigen. Die Apfeldorfer nahmen’s mit Humor und verbeugten sich immer wieder brav, wenn es hieß „Huldigen!“. Kein Wunder: Denn bei Zuwiderhandlung drohten den Untertanen Pfeil und Bogen.
„König Kajetan I. vom Broata Moos vergibt sich die Ehre, anlässlich seines vergessenen Thronjubiläums wieder einmal die Enklaven heimzusuchen“, verkündete der Zeremonienmeister (alias Delfo Viviani) nach der Ankunft des Regenten, welcher durch seinen Besuch „ein paar Angelegenheiten wieder ins ‚lichte Recht’ rücken“ wolle.
Zu Ehren des Königs mussten einige Abgesandte von örtlichen Vereinen und dem Pfarrgemeinderat bei den „Königlichen Festspielen“ dann verschiedene Aufgaben bewältigen. Erste Aufgabe: Es mussten zwei Schneemänner gebaut werden, die ein Abbild des Königs und seiner Gattin darstellen sollten. Mangels Utensilien liehen sich die Mitstreiter einfach bei den umstehenden Maschkera ein paar Narrenartikel aus: Bei den Musikern bekam der König Kajetan dann kurzum eine dicke Schweinsnase und eine bunte Narrenkappe. Zur Belohnung gab’s für alle „Künstler“ eine Broata Moos-Suppe - allerdings ohne Knochen, denn so ganz recht machen konnte es dem König keine der Gruppierungen.
Zielgenauigkeit war anschließend beim „Moosbolla-Weitspucken“ gefragt, bevor dann schließlich dem Königspaar auf dem Weg zur Turnhalle der rote Teppich ausgerollt wurde (genauer genommen wurden einfach zwei viel zu kurze Teppichstücke immer wieder mehr oder weniger aneinander angestückelt). In der Halle wohnten die königlichen Hoheiten dann noch dem bunten Faschingstreiben bei.
Manuela Schmid
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.