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Umbruch beim Faschingsclub Hohenfurch

Umbruch beim Faschingsclub Hohenfurch

Hohenfurch - Wenn er von der Prinzengarde Hohenfurch erzählt, bekommt Johannes Linder ein richtiges Leuchten in seinen Augen.

Hier stehen die Männer im Mittelpunkt (v.l.): Julia Schmid, Tanja Hurler, Nina Hunte, Stefanie Heinrich, Lisa Erhard, Tim Fichtl, Johannes Linder, Andreas Nuscheler, Anna Schröfele, Tanja Prinzing, Magdalena Gistl, Kathi Fischer und Alexandra Knop.

Hier stehen die Männer im Mittelpunkt (v.l.): Julia Schmid, Tanja Hurler, Nina Hunte, Stefanie Heinrich, Lisa Erhard, Tim Fichtl, Johannes Linder, Andreas Nuscheler, Anna Schröfele, Tanja Prinzing, Magdalena Gistl, Kathi Fischer und Alexandra Knop.

Dieses Jahr hat der Hohenfurcher Tänzer, zusammen mit seinen beiden Kollegen aus Altenstadt, Tim Fichtl und Andreas Nuscheler, sein fünfjähriges Jubiläum - und jetzt ist Schluss. „Ich bereu’s eigentlich schon wieder, aber ich hab’ einfach keine Zeit mehr“, bedauert Linder seinen bevorstehenden Ausstieg. „Ich find’ auch, dass es nach fünf Jahren reicht“, so Fichtl. Da sind die Hohenfurcher Gardemädels aber ganz anderer Meinung: „Unsere Männer sind einfach der Hammer. Wir werden die drei ganz fest vermissen!“ In den Armen von ihren Tänzern fühlen sich die zwölf Damen auch immer besonders sicher: „Und für das weibliche Publikum gibt’s auch was zum Sehen!“

Eine Prinzengarde mit Männeranteil ist aber auch wirklich etwas Besonderes. „Nicht mal wir kennen eine andere Garde mit Tänzerinnen und Tänzern“, so die Mädchen. Weit und breit gibt es nur reine Damengarden oder Männerballett - doch die Mischung macht’s. „Bei den Hebefiguren tun wir uns viel leichter“, wissen die Tänzerinnen. Ein oder zwei Männer haben die Hohenfurcher schon seit über zwanzig Jahren in ihrer Garde, doch da waren schon immer Überredungskünste gefragt. Am Anfang waren auch Johannes Linder, Tim Fichtl und Andreas Nuscheler skeptisch, ob sie sich auf der Bühne wohlfühlen. Zum Mittanzen überredet wurde Linder von seinen beiden Schwestern, die schon Mitglied in der Prinzengarde waren, und er war es dann, der die beiden Altenstadter motivierte. Seitdem gilt bei ihnen das Motto: Keiner ohne den Anderen!

Auch bei ihren Verkleidungen halten die drei zusammen und beweisen viel Kreativität. Vor vier Jahren gingen sie als Piraten, im Jahr darauf als die drei Musketiere, dann als Superhelden und zu guter Letzt in diesem Jahr als die griechischen Götter Hermes, Poseidon und Zeus. „Wie sollen wir das noch toppen? Noch ein Grund aufzuhören“, erzählt Linder und lacht. „Hoffentlich bleiben sie doch noch ein Jahr“, wünschen sich alle Gardemädels einstimmig. Doch wenn es soweit ist, ist Faschingsclubpräsident Stefan Lukats zuversichtlich: „Wir werden schon würdige Nachfolger finden.“

Auf ein paar männliche Tänzer soll das Publikum nämlich auch in Zukunft nicht verzichten müssen, denn die Hohenfurcher finden ihre gemischte Garde einfach „a super Gschicht“. Den ein oder anderen negativen Kommentar mussten sich die drei Tänzer in den letzten Jahren aber schon anhören. Doch das stecken die drei jungen Männer locker weg: „Peinlich war mir die Tanzerei noch nie“ so Linder. Ihren letzten Auftritt in dieser Aufstellung hat die Prinzengarde heute Abend beim Faschingskehraus im Schönachhof in Hohenfurch. Ob die drei jungen Männer künftig einen Platz im Elferrat des Faschingsclubs Hohenfurch finden oder gar einer von ihnen der nächste Faschingsprinz wird, wird man wohl erst nächstes Jahr zur fünften Jahreszeit erfahren.

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