Lenggries - Nächtliche Skitouren werden immer beliebter. Am Brauneck sind sie aber nicht nur verboten, sondern auch extrem gefährlich - wegen der Windenseile der Pistenraupen.

Nächtliche Skitouren sind beliebt. Am Brauneck sind sie aber nicht nur verboten, sondern auch extrem gefährlich – wegen der Windenseile der Pistenraupen. Foto: Hubs Walther
Immer wieder treibt es Sportler abends und nachts auf den Berg. Dabei ist das nicht nur verboten, sondern auch extrem gefährlich. Vor wenigen Tagen hätte es beinahe einen Unfall gegeben, wie Helmut Potstada vom Lenggrieser Ordnungsamt berichtet.
Der Grund: Nachts sind die Pistenraupen unterwegs, zehn sind es am Brauneck. Nach Angaben von Bergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz fahren diese meist nach Ende des Skibetriebs um 18 Uhr los und sind um 24 Uhr fertig. „Wenn es nachts schneit, dann fahren sie um 2 Uhr nochmal los“, so Lorenz. Die Raupen sind an Seilwinden befestigt, damit sie auch in steilem Gelände manövrieren können. „Beim Wenden schnalzt das Seil dann über die Piste, und es wird lebensgefährlich, wenn dort jemand unterwegs ist“, sagt Potstada. Das Risiko würden viele unterschätzen. „Die Raupen fahren mit Blinklicht, und die Tourengeher denken, dass sie an denen schon vorbeikommen“, sagt Potstada. Dabei könne man gerade das Seil nachts gar nicht sehen. Auch nicht mit den Stirnlampen, die die Tourengeher tragen.
Gerade weil das Tourengehen an sich immer mehr zunehme, will die Gemeinde Lenggries nun erneut auf das Verbot hinweisen. „Man macht sich strafbar, wenn man sich am Brauneck nachts auf den Pisten aufhält“, sagt Potstada. Mit einer Geldbußen könnte das geahndet werden. „Aber jeder Skitourengeher sollte auch selbst darauf schauen, dass er sich nicht in Lebensgefahr begibt.“ „Wir wollen vermeiden, dass etwas passiert.“
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