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Maisach: Bürgerinitiative hat Angst vor neuem Flugplatz

Maisach: Bürgerinitiative hat Angst vor neuem Flugplatz

Maisach/Fürstenfeldbruck - Es geht um ein paar Sportflieger der Bundeswehr, es geht um die Luftrettungsstaffel und es geht ums Prinzip.

Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm (BI) aus Maisach befürchtet, dass auf dem verbleibenden Militärgelände bei Bruck ein Sonderlandeplatz eingerichtet wird und die Fluglärmgegner damit an der Nase herumgeführt werden.

Seit dem Aus der Zivilflieger auf dem zum Verkauf stehenden ehemaligen Militärgelände darf die Flugsportgruppe von einer rund 900 Meter langen Bahn vom verbleibenden Bundeswehr-Areal aus starten. Dies mit einer Ausnahmeerlaubnis. Ziel der Flugsportgruppe ist die dauerhafte Einrichtung eines Sonderlandeplatzes - ein Status, den etwa auch der Flugplatz in Jesenwang hat. Weil die bisherige Genehmigung bis 31. Januar befristet ist, fürchtet die BI um deren Chef Norman Dombo, dass die dauerhafte Genehmigung bald erteilt wird, was in der Tat als durchaus wahrscheinlich gilt, hatten sich doch diverse Entscheidungsträger - darunter auch das Militär selbst - für den Landeplatz ausgesprochen. Bei der Regierung liegt noch kein Antrag, man höre jedoch davon, dass ein solcher vorbereitet werde, so ein Sprecher. Auch eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung sei denkbar. Dombo fordert nun, dass die Erlaubnis verhindert wird.

Den Sprecher der Bürgerinitiative treibt in diesem Zusammenhang noch eine andere Sorge um: Es sei möglich, dass die Bundeswehr in naher oder fernerer Zukunft den Standort komplett aufgeben müsse. „Mit der Entwidmung der Wiege der Luftfahrt hatte auch niemand gerechnet.“

Sollte dieser Fall eintreten, gäbe es einen Sonderlandeplatz auf einem dann zivilen Gelände. „Welche Forderungen für einen Flugbetrieb dann entstehen, wollen wir uns noch nicht ausmalen.“ Dombo weist darauf hin, dass die Bahn doppelt so lang wäre wie in Jesenwang. „Bald hätten wir eine Situation wie vor der Entwidmung.“

Wie er berichtet, recherchiere die BI gerade, ob die Genehmigung eine abgesprochene Sache war. Einige Politiker seien schon länger informiert. „Sie würden den Bürgern nach 17 Jahren Kampf gegen die Zivilflieger in den Rücken fallen.“ st

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