Indersdorf - Ein 33-jähriger Mann aus Indersdorf hat seine Exfreundin mehrmals misshandelt. Nun wurde er wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Er erklärte nur: „In Beziehungen gibt es eben auch mal Streit.“
Blaue Lippen, Rückenschmerzen, Schädelprellung. Das waren die Folgen von zahlreichen Beziehungsstreitereien. „Eigentlich gab es von Anfang an Rangeleien und Kloppereien“, sagt Sandra P. (Name geändert). Ihr ehemaliger Lebensgefährte und Vater des gemeinsamen Kindes musste sich deshalb nun vor dem Dachauer Amtsgericht verantworten.
Nachdem er kurz vor Weihnachten von der neuen Beziehung seiner ehemalige Freundin und noch Mitbewohnerin erfahren hatte, eskalierte der Streit ein weiteres Mal. Er schlug ihr ins Gesicht und schubste sie auf den harten Küchenboden. Eine Freundin überzeugte das Opfer, Anzeige zu erstatten. Noch immer ist die 30-Jährige von Kopfschmerzattacken geplagt.
Der 33-jährige Angeklagte gibt sich wortkarg. An die meisten Vorwürfe könne er sich nicht erinnern, geschubst habe er sie, aber nicht so fest wie behauptet. Nur einmal blitzt ein wenig Einsicht auf: „Klar, das gehört sich nicht, aber in Beziehungen gibt es eben auch mal Streit.“
Der Staatsanwalt ist anderer Meinung: „Streit ist normal in einer Beziehung, aber niemand muss sich schlagen lassen.“ Richterin Petra Nolte verurteilte den nicht vorbestraften Maler wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Gesamtgeldstrafe von 4050 Euro.
(dg)
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