Indersdorf - Beim 29:26 (9:13)-Erfolg der Indersdorfer Handballer im Kellerderby beim TSV Landsberg haben die Glonntaler den ersten Auswärtssieg verbucht.

Sieg! Der Indersdorfer Torhüter Günter Heide bejubelt mit hochgereckten Armen den Sieg des TSV in Landsberg. hab
Bis TSV-Trainer Jürgen Vogl und die mitgereisten Fans den Sieg bejubeln konnten, wurden sie allerdings gewaltig auf die Folter gespannt. Die Indersdorfer Spieler hatten ihr Selbstvertrauen anscheinend in der Kabine gelassen. Vom Anpfiff weg vergeigte die Mannschaft glasklare Torchancen durch Yos Diaz, Christian Eichmann, Rene Sperrer und Tommy Bauer. Dazu kamen noch einige eklatante Abspielfehler.
Der Gastgeber nutzte dies zu einer schnellen 4:0-Führung. Als Sperrer das 1:4 gelang und Diaz mit zwei Treffern in Folge auf 3:4 verkürzte, erwartete man den Umschwung im Spiel der Indersdorfer Mannschaft, doch dem war nicht so. Die Mannschaft agierte weiter zu nervös, leistete sich Anfängerfehler und lief so ständig einem Rückstand hinterher, der teilweise vier Tore betrug.
Die 13:9-Führung des TSV Landsberg zur Pause war schließlich die Folge der zahlreichen Aussetzer in der Indersdorfer Mannschaft. TSV-Coach Vogl muss in der Halbzeitpause seinen Spielern gewaltig den Marsch geblasen haben. Indersdorf steigerte sich zwar nach Wiederanpfiff, konnte aber den Gegner nie so richtig in Verlegenheit bringen.
Dies änderte sich eine Viertelstunde vor Spielende. Da kam die große Zeit von Mario Putnik, dem drei Treffer in Folge gelangen und dadurch erstmals im Match zum 20:20 ausgleichen konnte.
Als schließlich Benni Thätter sogar die 21:20-Führung gelang, schien alles zugunsten der Glonntaler zu laufen, zumal der Gastgeber konditionell stark abbaute. Kein Wunder, denn die erste Sechs des TSV Landsberg musste bei nur drei Auswechslern fast durchspielen. Doch die Aufholjagd des TSV Indersdorf schien nicht vom Erfolg gekrönt, denn das Heimteam glich wieder aus und legte gleich einen Treffer vor.
Die letzten vier Minuten der Begegnungen war dann an Dramatik nicht zu überbieten. Richi Baumbach war es, der nach der neuerlichen 26:25-Führung der Gastgeber zum 26:26 ausgleichen konnte. Ein überaus wichtiger Treffer, wie Trainer Jürgen Vogl später feststellte. Die Abwehr der Glonntaler agierte nun wesentlich aggressiver und hatte die gegnerischen Angreifer besser im Griff. Trotzdem war das Match noch nicht gelaufen für den TSV Indersdorf, denn Eichmann und Thätter verpassten die Vorentscheidung, als sie jeweils freistehend eine sogenannte hundertprozentige Möglichkeit vergaben. Besser machte es Diaz, der mit dem 27:26 die Glonntaler endgültige auf die Siegerstraße brachte. Den Sack zu machte schließlich Oldie Martin Vogl, der mit einer Energieleistung auf 28:26 stellte. Thätter setzte noch den 29:26-Endstand drauf und krönte damit seine starke Leistung in der zweiten Halbzeit. (han)
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