Irschenberg - Elf Elektrofahrzeuge, die schneller als 45 Stundenkilometer fahren, sind im Landkreis Miesbach zugelassen. Auf der kurzen Liste taucht auch eine Besonderheit auf: das schnellste Elektroauto der Welt.

© Thomas Plettenberg
450 Kilo wiegt allein der Akku des schnellsten Elektroautos der Welt. Da bleibt im Kofferraum des Tesla wenig Platz. Zum Einkaufen fährt Besitzer Reiner Mauch daher lieber mit seinem Saab.
Eine runde weiße Plakette mit einer großen Null klebt auf der Windschutzscheibe. Die Zahl bedeutet null Emissionen. Darunter stehen der Hinweis „Frei von allen Umweltzonen“ und das Kennzeichen. Diese etwas andere Umweltplakette gehört zum Tesla Roadster von Reiner Mauch - ein Gag des Herstellers. Das weiße Cabrio ist kein gewöhnlicher Zweisitzer: Der Sportwagen ist das schnellste Elektroauto der Welt - mit 300 PS.
Die Stärken zeigen sich, wenn Mauch den Schlüssel umdreht. Man hört keinerlei Motorenlärm, nur ein leises Summen. Seine enorme Kraft packt der fast geräuschlose Motor beim Gasgeben aus: In 3,7 Sekunden rast die Tachonadel von Null auf Hundert. Eine Wucht, bei der es Fahrer und Beifahrer in den Sitz drückt. Durch das höhere Drehmoment, das sofort abgerufen wird, beschleunigt der Elektromotor wesentlich besser als ein Verbrennungsmotor. Trotz gewaltiger 300 PS riegelt das Auto bei Tempo 200 ab. Antrieb, Steuerung und Akku des Tesla befinden sich im Heck. 450 Kilo wiegt allein die wiederaufladbare Batterie - fast ein Drittel des 1250 Kilogramm schweren Autos.
In seinem Tesla wird der Irschenberger zum Botschafter für Elektromobilität. „Ich möchte die technische Innovation erleben und unterstützen“, sagt der 44-Jährige. Den umweltfreundlichen Wagen sieht er als Investition in die Zukunft, im Hinblick auf Ölknappheit und Abgase wie CO2-Ausstoß. Mauch will zeigen, dass individuelle Mobilität auch vernünftig möglich ist.
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