Miesbach - Das selbstverwaltete Jugendzentrum im Miesbacher Haindl-Keller nimmt Gestalt an.

Gemeinsam für ein Ziel: Die Jugendlichen um Martin Szeike, Sprecher des Vereins Eigeninitiativ (m.), arbeiten gemeinsam mit Jugendreferent Erhard Pohl (6.v.l.) im Haindl-Keller, damit daraus ein selbstverwaltetes Jugendzentrum wird. Foto; AL
Ein Stein ist Erhard Pohl schon vom Herzen gefallen. Und das liegt daran, dass der Haindl-Keller in Miesbach nun einen zweiten Fluchtweg hat. Damit ist eine Auflage, das leerstehende Kellergewölbe in ein selbstverwaltetes Jugendzentrum zu verwandeln, erfüllt. Mit Hilfe der Jugendlichen war diese Arbeit noch vor dem befürchteten Wintereinbruch abgeschlossen und das Ziel für 2011 erreicht.
„Das war eine Mordserdbewegung“, erinnert sich der Jugendreferent. Denn aufgrund der Hanglage des Gebäudes musste ein Aufgang durch eine drei Meter dicke Erdschicht gegraben werden. Anschließend galt es, eine Treppe zu betonieren und die Wand zu durchbrechen.
Als nächstes geht es darum, das so genannte Kernhaus zu errichten, „ein Haus im Haus“, wie es der Jugendreferent beschreibt. Denn die Gewölbe komplett als Aufenthaltsräume zu nutzen, geht schon aus heiztechnischer Sicht nicht. Mit dem Kernhaus entsteht eine etwa 80 Quadratmeter große Fläche in einem der Gewölbe. Wenn alles klappt, kann es sogar zweistöckig werden. Die Wandhöhe liegt hier bei 5,90 Metern. Die Idee hatten die Jugendlichen. Das betont Pohl. Noch arbeitet der Miesbacher Architekt Hans Meier an den Plänen - ehrenamtlich, wie alle. Auch hier muss der Brandschutz stimmen.
In dem Kernhaus soll ein Raum zum Treffen und Entspannen entstehen, in dem auch die Bar untergebracht ist und es Möglichkeiten beispielsweise zum Schach- und Kartenspielen gibt. Das zweite der etwa 150 Quadratmeter umfassenden Gewölbe soll als Sportfläche, für Basketball- oder Fußballspiele, aber auch für Konzerte und Festivals zur Verfügung stehen. Geplante Eröffnung: Im Oktober dieses Jahres.
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