Das Wasser steigt: Heute Nachmittag nutzten erste Besucher das Osterwarngauer Freibad schon wieder für eine Erfrischung. Bis es nach der Reinigung wieder ganz vollgelaufen ist (voraussichtilch morgen oder Samstag), ist das Springen allerdings nicht ratsam und auch verboten. Foto: Thomas Plettenberg

Die Wanne wird voll

Osterwarngau - Dem Osterwarngauer Freibad hat vor wenigen Tagen jemand den Stöpsel gezogen. Das stiftete Verwirrung: Das Freibad ohne Wasser - pünktlich zu Ferienbeginn und Badewetter?

Hier haben schon viele Generationen geplanscht: Das kleine Schwimmbad am Ortsrand gehört genauso fest zu Osterwarngau wie die zwei Kirchen. Einst war es ein Weiher, in dem das ganze Dorf im Sommer Erfrischung suchte. Mitte der 60er Jahre betonierten ein paar Freiwillige aus der Dorfgemeinschaft den Naturweiher zum Schwimmbecken aus, und vor etwa zehn Jahren hat die Gemeinde das Freibad generalsaniert. Jetzt hat jemand den Stöpsel gezogen - pünktlich zu Ferienbeginn und Badewetter. Mancher Passant witterte schon einen Schildbürgerstreich. Bürgermeister Klaus Thurnhuber gibt auf Nachfrage aber Entwarnung: Das Becken ist nur gereinigt worden. Zum Wochenende dürfte es wieder ganz vollgelaufen sein.

Die Feuerwehr Osterwarngau hält das Becken rein, erklärt der Bürgermeister: Die Feuerwehrler lassen das Wasser ab und reinigen das Becken - einmal vor der Badesaison, die heuer im Juni startete, und einmal mitten in der Badesaison. Zuletzt war das am vergangenen Wochenende der Fall. Bis das etwa 25 Meter lange und 15 Meter breite Becken wieder voll Wasser gelaufen ist, dauert es etwa eine Woche, so Thurnhuber. „Zum Wochenende kann man wieder wie immer baden.“

Gespeist wird das Freibad aus einer natürlichen Quelle am Taubenberg. Die Quelle gehöre der Wassergenossenschaft Osterwarngau, werde für die Trinkwasserversorgung aber nicht benötigt, erklärt Thurnhuber. Stattdessen wird damit das Bad gefüllt, damit sich die Warngauer und auch Bürger aus umliegenden Orten im Sommer erfrischen können. „Da hupfen auch die Wanderer rein“, weiß Thurnhuber. Die Wasserqualität überwacht ein Büro im Auftrag der Gemeinde. „Bisher hat nie was gefehlt.“ Damit das auch so bleibt, hat das Bad seine Zwischenreinigung bekommen. Für ungetrübten Badespaß in den Ferien.

Katrin Hager

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