Nach jahrelangem Warten schien es endlich loszugehen. Heuer packt der Landkreis den Ausbau der Kreisstraße MB 4 zwischen dem Bahnübergang bei Kreuzstraße und Grub an, das letzte nicht ausgebaute Teilstück, an dem es auch noch keinen Radweg gibt. Dabei bleibt es auch - mit einer Ausnahme: Das Teilstück der Allee muss noch einmal in die Warteschleife. Denjenigen Bäumen, die wegen des Ausbaus gefällt werden müssen, ist damit noch ein letztes Jahr vergönnt. Die Nachricht verkündete Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FW) am Dienstagabend im Valleyer Gemeinderat.
Der Ausbau der MB 4 kann heuer nur zum Teil erfolgen, weil der so genannte landschaftspflegerische Begleitplan nicht mehr rechtzeitig vorlag; der Landkreis gab seinen Großprojekten mit ungleich höherem Zeitdruck Vorrang: dem Neubau dreier Schulen. Der Begleitplan, der regelt, welche Bäume genau gefällt werden dürfen und welche Ausgleichsmaßnahmen dafür nötig sind, wäre in Grub aber nötig gewesen, damit die Baumfällungen wie vorgeschrieben bis spätestens Ende Februar abgeschlossen wären. Die Bäume können also erst im nächsten Winter gefällt werden - und der Ausbau des Stücks muss verschoben werden.
Gut die Hälfte der 1,7 Kilometer langen Ausbausstrecke soll aber heuer geschafft werden: vom Bahnübergang bis zum Beginn der Allee und nach Ende der Allee bis zur Helfendorfer Straße in Grub. Der Startschuss für die Arbeiten fällt nun voraussichtlich im Mai statt wie bisher geplant im April, enden sollen die Bauarbeiten im September statt im Oktober. Der Ausbau der Alleestrecke ist dann 2014 fest eingeplant und dürfte in die Zeit zwischen April und Juli fallen.
An den Kosten ändert sich durch die Aufteilung voraussichtlich nichts. Für den Straßenbau berappt der Landkreis rund 1,1 Millionen Euro, abzüglich etwa 400 000 Euro staatliche Zuschüsse. Der neue beschrankte Bahnübergang kostet etwa 600 000 Euro, die sich der Bund, die Bahn und der Landkreis zu je einem Drittel teilen.



















