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Wie schaut das Christkind aus? Theresa (6) ist nicht der Typ, der sich in Träumereien verfängt: „Das Christkind“, sagt die Erstklässlerin, „schaut aus wie ein normaler Mensch“. Genauer gesagt handelt es sich um eine moderne Frau mit braunen kurzen Haaren, die Jeans und Pulli trägt – und zwar aus gutem Grund: „Damit es niemand beim Einkaufen erkennt.“ Theresas Klassenkamerad Quirin (6) hängt eher einem typischen Frauenbild nach: „Es schaut aus wie ein Engerl“, sagt er. „Mit langen blonden Locken und einem weißen Umhang.“
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Wo wohnt es? Es ist ein Traum in weiß. Maja (6) weiß es ganz genau, schließlich besucht sie schon die erste Klasse: „Das Christkind wohnt in den Wolken“, sagt sie. Und einen guten Geschmack, was Einrichtung betrifft, hat es auch. „Die Möbel sind weiß und aus Wolken gemacht.“ Klassenkamerad Anton (6) sieht das ein wenig anders: Dass das Christkind in den Wolken wohnt, o.k. da stimmt er zu. „Aber es fliegt dort immer herum“, meint er. „Es hat auch kein Bett, weil es nie müde ist.“ In einem aber sind sich die beiden einig: Das Christkind wohnt mietfrei. Sie nicken und kichern.
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Wie kommt es an Wunschzettel? Serafina (8) ist spät dran, sie muss ihn dringend noch schreiben, den Wunschzettel. Aber sie überlegt noch, was sie sich wünscht, vielleicht Playmobil: „Einen I-Pod kriege ich sowieso nicht.“ Sicher ist: „Dann lege ich den Zettel aufs Fensterbrett“, sagt die Drittklässlerin. „Und am nächsten Tag ist er weg.“ Leonhard (9) aus der dritten Klasse hat einen anderen Trick: „Bei mir kommt er auf den Balkon.“ Heuer hätte er gern einen roten Roller unterm Weihnachtsbaum. „Damit könnte ich durchs Dorf fahren.“
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Der Geschenktransport? Das Christkind hat eine große Belegschaft. So stellen es sich die Zweitklässler Miriam (8) und David (7) vor. „Es hat viele Helfer“, sagt David. „Alles Engel“, so Miriam. Die müssen richtig ranklotzen: Geschenke verpacken und auf den Riesenschlitten laden. „Den ziehen die Engel“, erklärt sie. Wie die Geschenke unter den Baum kommen, weiß David: „Das Christkind kommt durch den Schornstein oder es hat die Schlüssel für alle Häuser.“ Passt einer mal nicht, greift es zu unlauteren Methoden: „Vielleicht hat es einen Dietrich.“
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Was macht es unterm Jahr? So richtig entspannen kann ein Christkind nie, ein harter Job: „Zwar glaube ich, dass es ein bisschen Urlaub macht“, sagt Monika (7) aus der zweiten Klasse. Dafür fliegt es in alle Länder, schließlich muss es sich überall auf der Welt auskennen, um die Geschenke richtig abzuliefern. „Dann aber hilft es dem Osterhasen.“ Klassenkamerad Adrian (7) glaubt an eine Dauerüberwachung: „Ich denke, es schaut auf einer Art Fernseher immer auf die Erde“, sagt er. „Weil es wissen will, ob alle Kinder brav sind.“
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Existiert es wirklich? O.k., jetzt mal Schluss mit dem Kinderkram. Jetzt kommen Viertklässler: Luis und Pauline (9) deuten auf die Jüngeren: „Die müssen rausgehen“, sagt er. „Damit sie es nicht hören.“ Er weiß es seit zwei Jahren, seine Cousine hat es ihm gesagt: „Das Christkind gibt es nicht.“ Geahnt hatte er es schon zuvor. Kurz vor der Bescherung ist seine Mama immer Wäsche aufhängen gegangen. „Dabei war am Tag zuvor alles schon gebügelt.“ Auch Pauline weiß längst Bescheid: „Mein Christkind ist 41 und hat schwarze Haare: meine Mama.“

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