Unbekannter bedrängt kleines Mädchen

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    • 22.02.13
    • Holzkirchen
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Unbekannter bedrängt kleines Mädchen

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Holzkirchen - Für Eltern ist schon die Vorstellung der Horror, am vergangenen Montag wurde sie in der Holzkirchner Bahnunterführung zur Realität: Ein unbekannter Mann bedrängte ein kleines Mädchen.

Tatort Unterführung: Hier unter den Gleisen des Holzkirchner Bahnhofs begegnete am Montag eine siebenjährige Schülerin einem Unbekannten, der sie erst losließ, als eine Passantin beherzt dazwischenging. Die Kripo ermittelt. Foto: Thomas Plettenberg

Tatort Unterführung: Hier unter den Gleisen des Holzkirchner Bahnhofs begegnete am Montag eine siebenjährige Schülerin einem Unbekannten, der sie erst losließ, als eine Passantin beherzt dazwischenging. Die Kripo ermittelt. Foto: Thomas Plettenberg

Die kleine Holzkirchnerin war am vergangenen Montag auf dem Heimweg von der Schule. Wie die Polizei gestern mitteilte, erreichte die Siebenjährige gegen 12 Uhr den Bahnhof und wollte durch die Unterführung auf die andere Seite in Richtung Erlkamer Seite. Sie war allein im Tunnel unter den Gleisen, als sie unvermutet ein ihr unbekannter Mann ansprach - schwarze Haare, Vollbart, nicht sehr groß.

Der Unbekannte wurde bald zudringlich. Wie das Mädchen der Polizei später erklärte, packte er sie am Handgelenk. Sein Opfer aber wehrte sich. Die Schülerin begann, in der Bahnhof-Unterführung laut zu schreien. „Das war genau die richtige Reaktion“, sagt Hans Schweiger, Leiter der Kriminalpolizei Miesbach, „sofort schreien und andere Leute um Hilfe bitten.“

Die Schreie des Mädchens hörte eine bislang unbekannte Frau, die zu dieser Zeit oben auf dem Holzkirchner Bahnsteig wartete. Die Frau ahnte offenbar, dass hier Gefahr in Verzug war und eilte die Treppen hinunter. Das Mädchen gab später zu Protokoll, dass sie der Mann losließ, als er die heraneilende Frau bemerkte. Vermutlich sprach die Frau den Täter sogar an, vielleicht gab es sogar ein kleines Gespräch zwischen den beiden.

Die kleine Holzkirchnerin konnte dann nur noch beobachten, wie der Unbekannte in Richtung Bahnhof-Vorplatz (Münchner Straße) davontrottete. Ihre „Retterin“ stieg wieder zurück auf den Bahnsteig. Zuhause erzählte die Siebenjährige der Mutter von dem seltsamen Zwischenfall. Die Mutter zögerte nicht lange und zeigte den Fall bei der Holzkirchner Polizei an. „Eine sofort eingeleitete Fahndung im Bahnhofsbereich Holzkirchen blieb erfolglos“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Die Ermittler hofften, den Verdächtigen in den Tagen darauf stellen zu können. Womöglich würde er es an gleicher Stelle noch einmal probieren? „Wir haben den Bahnhofsbereich ab Montag intensiv überwacht“, sagt Schweiger. Doch der Mann ließ sich nicht mehr blicken. Nach einem erneuten Gespräch mit dem Mädchen am Donnerstag entschloss sich die Kripo, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wichtige Hinweise auf den unbekannten Mann erhofft sich die Miesbacher Kripo von der Frau, die der Siebenjährigen zur Seite stand. Laut Schweiger dürfte sie 25 bis 35 Jahre alt sein, sie stammt wohl aus der Region. „Die Frau hat auf alle Fälle sehr gut reagiert.“

Vor allem sie, aber auch alle anderen Zeugen, die den Vorfall beobachtet oder den Verdächtigen am Bahnhof gesehen haben, werden gebeten, sich unter 0 80 25 / 29 92 99 bei der Kripo Miesbach zu melden.

Der verdächtige Mann ist etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, trägt schwarz-gelockte Haare und Vollbart; bekleidet war er mit einem rot-blau kariertem Hemd, einer kurzen schwarzen Jacke und einer hellbraunen Hose. (avh)

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Kommentare

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Berniefrosch24.02.2013, 16:28
(3)(0)

Zum Glück gibt es noch Leute, die mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen. Großen Dank gebührt dieser Frau, die wohl Schlimmeres verhindert hat!

Es ist schon schlimm genug, wenn man als Erwachsener Angst vor Übergriffen haben muss. Sich jedoch an kleinen Kindern oder an Jugendlichen zu vergreifen, und das am hellichten Tag bei uns in Holzkirchen, ist der Gipfel und lässt in mir eine unbeschreibliche Wut hochsteigen.

Mann-oh-Mann24.02.2013, 10:04
(0)(0)

Ja, mag ja sein, aber es konnte ja vorher keiner wissen, dass sowas passiert. Bei dem teilweisen Gschw...., das am Holzkirchner Bahnhof rumläuft und rumsteht, wäre grundsätzlich eine Polizei-Dauerüberwachung angebracht. Leider ist oft weit und breit keine Polizei zu sehen, wenn z. B. Jugendliche mit Bierflaschen (oder was auch immer) unterwegs sind und Leute anpöbeln - und das hat nichts mit Nichtanwesenheit wegen Katzenfell-Ermittlungen zu tun!

Deife23.02.2013, 11:03Antwort
(1)(0)

Ganz genau! Die Polizei sollte sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

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