Wo werden die Funkmasten für den neuen Behördenfunk stehen? Die Suche läuft.

Feuerwehr in Funkbereitschaft

Landkreis - Neu ist das Thema Tetra-Funk für die Feuerwehren im Landkreis nicht. „Wir beschäftigen uns schon seit 2004 mit dem digitalen Mobilfunk“, sagt Kreisbrandinspektor Andreas Händl. Ein neuer Zeitplan gibt jetzt den geplanten Ablauf der Einführung vor.

Der erweiterte Probebetrieb, bei dem die Geräte auf Herz und Nieren getestet werden, soll im Bereich Oberbayern Süd im Oktober 2015 starten und sechs Monate dauern. Darauf ging Händl bei der Kommandantenversammlung der Kreis-Feuerwehr in Schliersee ein.

Betroffen sind Hilfsorganisationen, die im Bereich der Integrierten Leitstelle Rosenheim zusammenarbeiten. Das sind neben den 38 Wehren aus dem Landkreis unter anderem auch die Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Rosenheim. Die sogenannte Umsetzungsphase, bei der die Voraussetzungen für den Digitalfunk geschaffen werden, beginnt im August 2014. Vielleicht geht aber alles sehr viel schneller. Die Projektgruppe DigiNet, die für die Einführung des Funks zuständig ist, hält nach derzeitigem Kenntnisstand sogar einen Start des erweiterten Probebetriebs im Oktober 2014 für möglich.

Mindestens 16 Funkmasten werden im Landkreis Miesbach benötigt. Erst zwei Standorte stehen aber fest, nämlich in Rottach-Egern und in der Valepp, 14 weitere sind in Planung. „Die Funkantennen werden entweder auf bestehende oder auf neue Masten montiert“, weiß Händl, der in der Führungsmannschaft der Feuerwehr für das Funkwesen zuständig ist. Noch offen ist, ob auch am Wendelstein eine Antenne angebracht wird. Momentan gibt es laut Händl Proteste von Naturschützern aus dem Kreis Rosenheim. „Sollte der Wendelstein nicht möglich sein, bräuchte es ersatzweise drei andere Standorte.“ Die Zahl würde sich dann auf insgesamt 18 erhöhen. Von der Entscheidung in Sachen Wendelstein hängt es auch ab, wie es mit dem in Aurach ins Auge gefassten Standort weitergeht. Als Händl auf der Versammlung der Kreis-Feuerwehr über den Digitalfunk sprach, ging es in erster Linie um das Prozedere der Teilnahme der Wehren an dem Projekt. Darüber hinaus wurden die Geräte vorgestellt, die benötigt werden. Händl rechnet mit rund 120 Geräten für die Einsatzfahrzeuge und knapp 500 tragbaren Funkgeräten. Hinzu kommen rund 400 Meldeempfänger zur Alarmierung der Einsatzkräfte. Der Freistaat Bayern, dem an einer optimalen Netzabdeckung gelegen ist und der die Einführung des Digitalfunks durch den Bund deshalb übers normale Maß hinaus fördert, übernimmt 80 Prozent der Kosten bei der Erstausstattung. Der Rest kommt auf die Kommunen als Träger der Feuerwehren zu.

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