Skitourengeher an Skipisten, das sorgt speziell am Spitzing immer wieder für Konfliktstoff. Foto: Archiv tp

Verstärkt Skitourenrouten ausweisen

Landkreis - Das Bayerische Verwaltungsgericht hat der Klage gegen die Sperrung der Skipisten in Garmisch-Partenkirchen für Skitourengeher Recht gegeben. Wird es rechtskräftig, hätte das auch Auswirkungen auf die Skigebiete im Landkreis.

Vorerst herrscht allerdings noch Gelassenheit. „Wir warten das rechtskräftige Urteil ab“, sagt Peter Lorenz, Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee und Sprecher der AlpenPlus-Skigebiete. Bis dahin gelten die Sperrungen der Pisten weiterhin. Erst vor wenigen Wochen hatte die Marktgemeinde Schliersee den Alpenbahnen sogar ein schärferes Schwert an die Hand gegeben: Der Gemeinderat genehmigte eine Anordnung, wonach Tourengeher die Pisten tagsüber unter Androhung eines Bußgelds nicht betreten dürfen.

Wie die Liftbetreiber aber immer wieder beteuern, geht es nicht darum, den Skitourengehern den Spaß an ihrer Freizeitbeschäftigung zu rauben. Im Vordergrund stünden schlichtweg Sicherheitsaspekte. „Wir sperren die Pisten für Tourengeher aus haftungsrechtlichen Gründen“, sagt Harald Gmeiner, Sprecher der Vereinigten Liftbetriebe Sudelfeld und Geschäftsführer der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS). Auch er rechnet nicht damit, dass mit dem Urteil schon das letzte Wort gesprochen ist. Größere Konflikte zwischen Skifahrern und Tourengehern habe es speziell im Sudelfeld-Gebiet noch nicht gegeben, Gmeiner will die Problematik aber nicht verkennen. „Jeder will auf seine Weise in der Natur seinen Sport ausüben, das ist verständlich“, so der Tourismus-Manager. „Unsere Aufgabe ist es, darauf kundenorientiert und gastfreundlich zu reagieren.“ Gmeiner sieht die Lösung auf Dauer nur in der Ausweisung weiterer Skitourenrouten, um den Andrang zu kanalisieren. Eine beschilderte Route gibt es am Sudelfeld bereits, doch die müsse noch bekannter werden. „So was braucht seine Zeit“, weiß Gmeiner. Sein Appell an beide Seiten: Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme. Der ATS-Chef: „Es geht nur miteinander und nicht gegeneinander.“

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