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Eine Armee von Schutzengeln hatten fünf junge Freunde aus dem Kreis Miesbach. Sie sind nach einem Unfall mit ihrem Auto bei Achenkirch in der Ache gelandet. Feuerwehrler bergen das Wrack aus dem Bach.

Fünf junge Miesbacher landen im Bach

Auto schleudert 20 Meter durch die Luft

Miesbach - Es sollte ein lustiger Disco-Abend werden. Doch die Heimfahrt wurde für fünf junge Miesbacher zum Horrortripp. Bei einem Unfall schleudert ihr Auto 20 Meter durch die Luft und landet auf dem Dach in einem Bach.

Es war ein lustiger Abend. Müde vom Feiern steigen fünf junge Freunde vor einer Discothek im österreichischen Inntal in ihr Auto. Es ist kurz vor 7 Uhr. Der 22-jährige Fahrer will nur noch seine Spezl nach Hause bringen. Alle sind zwischen 16 und 22 Jahre alt und wohnen im Landkreis Miesbach. Doch auf der Achenseebundesstraße passiert ein schrecklicher Unfall.

Auf der eisglatten Fahrbahn verliert der Fahrer in einer Rechtskurve die Kontrolle über seinen Opel Corsa. Das Auto kommt von der Straße ab und wird vor einer Böschung „brutal in die Luft katapultiert“, sagt ein Sprecher der Polizei Jenbach. Der Corsa fliegt 20 Meter durch die Luft und landet auf dem Dach in der Achenkircher Ache.

Auto landet auf dem Dach im Bach: Schutzengel für fünf Freunde

Auto landet auf dem Dach im Bach: Schutzengel für fünf Freunde

„Das muss der Horror für die jungen Leute gewesen sein“, sagt der Polizist. „Draußen ist es stockfinster, und auf einmal kommt Wasser durch die Autotüren rein.“ Der Fahrer hat Glück und kann sich selber aus dem Wrack bereifen. Er hechtet die Böschung nach oben, hält Autofahrer an, holt Hilfe. Auch die Freunde auf der Rückbank schaffen es aus dem Auto. Zusammen mit den Ersthelfern befreien sie den eingeklemmten Beifahrer. Ein Helfer schneidet sich dabei die Hand auf. Alle sind verletzt und klitschnass.

Polizeit von Unfall-Wrack geschockt

„Wenn die Helfer nicht gewesen wären, wären wahrscheinlich alle erfroren bei den zehn Grad minus“, sagt der Polizist. „Die haben die Verletzten in Decken gewickelt und in die warmen Autos verfrachtet.“ Der Beamte ist immer noch geschockt, wenn er an den Anblick des Autos denkt. „Es ist ein Wunder, dass sie es aus dem Wrack geschafft haben.“

Die jungen Freunde hatten irrsinniges Glück, dass der Bach im Winter so wenig Wasser hat. „Das war eine ganze Armee an Schutzengeln, die da mitgeflogen ist“, sagt der Polizist. „Es ist Wahnsinn, dass sich niemand schwerer verletzt hat“. Wie viel Glück sie hatten, konnten sie gar nicht realisieren. „Sie saßen nur zitternd und völlig unter Schock in den Autos.“ Die Freunde und der verletzte Ersthelfer wurden in die Krankenhäuser Schwaz und Hall gebracht.

Von Christiane Breitenberger

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