+
Im Griff: Matthias Brandt hält Peter Dehnert in „Polizeiruf 110 – Schuld“ davon ab, jemandem zu helfen.

Fischbachauer Nachwuchs-Schauspieler gewinnt Preis

Fischbachau - Er erreichte schon als Teenager mehr als andere, ältere Schauspieler: Der 13-jährige Peter Dehnert hat jetzt mit dem Ensemble der Serie „Polizeiruf 110“ den Deutschen Schauspielerpreis gewonnen. Bald könnte den Nachwuchs-Darsteller aus Fischbachau noch eine weitere Auszeichnung adeln.

Was für eine Kulisse: Blitzlichtgewitter, Fernsehkameras und ein voll besetzter Saal mit etlichen Promis. Peter Dehnert steht mit seinen Kollegen vom „Polizeiruf 110 – Schuld“ auf der Bühne des Berliner Renaissance Theaters und lächelt. Der 13-jährige blonde Fischbachauer trägt schwarze Hose, Sakko und Turnschuhe zum weißen T-Shirt, als der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) den Darstellern der TV-Serie die Trophäe für den 2. Deutschen Schauspielerpreis verleiht. So wie zuvor Götz George und Armin Rohde.

Für seinen preisgekrönten Einsatz in der ARD-Krimiserie „Polizeiruf 110“ setzte sich Peter im Jahr 2011 unter 100 Kinder-Kollegen durch. „Das Casting war schwierig“. Er musste eine Szene spielen, in der er erfährt, dass er adoptiert wurde. Im Krimi selbst mit dem Titel „Schuld“ mimte er Sohn Benny. Als jüngster Darsteller, alle anderen waren Profis. Um seine neun Drehtage in Samerberg im Herbst 2011 zu meistern, lernte er die Texte mit Schwester Franziska. Für den richtigen Ausdruck am Set sorgte Regisseur Hans Steinbichler. „Jeder wird sofort aufgenommen. Die Profis helfen Dir“, findet Peter.

Erstmals ausgestrahlt wurde das Ergebnis im April 2012. Das Team schaffte es damit als einer von sieben Nominierten in der Kategorie „Bestes Ensemble“ zum Deutschen Schauspielerpreis. Auf selbigen musste Peter aber nach seinem Auftritt auf dem Roten Teppich etwas warten. „Wir kamen erst nach zwei Stunden dran“, erzählt er über die dreistündige Veranstaltung. Die Nervosität löste sich nach dem offiziellen Teil: bei der After-Show-Party im BMW-Center mit Berliner Currywurst, DJs und Promi-Schaulaufen. „Da mischen sich etliche Schauspieler dazu, um sich die nächsten Rollen zu sichern.“ Bis 1 Uhr feierte der 13-Jährige mit seiner Mutter den nicht dotierten Preis, der als Prädikat für jede Schauspieler-Vita gilt.

Auch wenn Peter jetzt schon eine hochrangige Auszeichnung hat: Es ist noch mehr drin. Das „Polizeiruf 110 – Schuld“-Ensemble ist auch für den Grimme-Preis im April nominiert.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in der Wochenendausgabe unserer Zeitung.

  • 0 Kommentare
  • 0 Google+
    schließen