Alexander Maitzen ist neuer Zivilrichter amAmtsgericht Miesbach.

Mit 28 Jahren schon Zivilrichter

Miesbach - Seit Kurzem sitzen die Parteien eines zivilrechtlichen Konflikts am Amtsgericht Miesbach einem neuen Gesicht gegenüber. Alexander Maitzen (28) heißt der junge Richter, der in Miesbach seine erste Stelle angetreten hat.

Alexander Maitzen ist 28 Jahre alt und spielt gerne Fußball. Anfang Mai hat er sein Studium erfolgreich abgeschlossen und bezieht gerade mit seiner Lebensgefährtin eine neue Wohnung. Mitte September hat er seine erste Arbeitsstelle angetreten. Was sich bis zu diesem Punkt nicht großartig von der Lebenssituation der meisten seiner Altersgenossen unterscheidet, wird jetzt ungewöhnlich: Maitzen arbeitet nicht etwa als Maschinenbauer, Betriebswirt oder Mediziner - sondern als Richter.

Seit er mit seiner Tätigkeit als Zivilrichter am Miesbacher Amtsgericht begonnen hat, geht es gleich richtig rund für den 28-Jährigen. „Ich hatte schon meine ersten Verhandlungen“, erzählt er stolz. Die Arbeit mache ihm richtig Spaß, „deshalb ist es auch eher ein positiver Stress“, meint Maitzen. Im Gerichtssaal selbst ist ein Richter aber nur die wenigste Zeit in seiner Arbeitswoche. Zumeist heißt es: Akten sichten, bearbeiten und weiterleiten, Verhandlungen vor- und nachbereiten.

Der 28-Jährige hat acht Semester Jura studiert, gefolgt von einem zweijährigen Referendariat. Schon von Kindesbeinen an hatte er den Wunsch, Richter zu werden. Die neutrale Position gefalle ihm dabei besonders gut. So könne er „Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen treffen“ und müsse nicht von vorneherein die Interessen einer Partei vertreten.

Den Einstieg als Zivilrichter sieht Maitzen dabei als eine gute Gelegenheit, Berufserfahrung zu sammeln. Der junge Richter freut sich auf seine neuen Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung. Später könnte er sich auch eine Position im Strafrecht vorstellen.

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