Schliersee - Im Schanghai während des Zweiten Weltkrieges spielt der neue Jugendroman von Susanne Hornfeck. Die Schlierseerin hat damit ihr zweites Buch veröffentlicht.

Geschafft: Susanne Hornfeck hält ihren gerade erschienenen Jugendroman in den Händen. Foto: Thomas Plettenberg
Einen frischen Blick auf die Geschehnisse zur Zeit des Nationalsozialismus zu werfen - darum ging es Susanne Hornfeck, als sie sich an ihr erstes Jugendbuch setzte. „Ina aus China oder was hat schon Platz in einem Koffer“ heißt es und ist im November 2007 beim Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) erschienen. Dass damit die Geschichte aber noch nicht auserzählt war, hat die Schlierseerin zunächst selbst überrascht. „Auf die Idee, die Geschichte von Inge weiterzuerzählen, haben mich eigentlich die Kinder bei meinen Lesungen gebracht.“
Denn Inge, die Protagonistin von Hornfecks neuem Buch „Torte mit Stäbchen“, ist eine Freundin von Ina und im ersten Buch plötzlich verschwunden. Was mit ihr geschehen ist, hat die 55-Jährige jetzt aufgeschrieben - und damit ihr zweites Buch für Jugendliche über die Zeit des Nationalsozialismus veröffentlicht. Diesmal spielt es nicht im Brandenburgischen, sondern in Schanghai, der Hafenstadt, in der Emigranten nach der Pogromnacht 1938 noch Zuflucht fanden. Doch Hornfeck ging es nicht darum, die Tristesse der jüdischen Flüchtlinge darzustellen. Deshalb hat sie die jugendliche Perspektive gewählt.
Beim Schreiben hat die Schlierseerin jedoch nicht ständig an ihre Zielgruppe gedacht. „Da bekommt man leicht einen pädagogischen Tonfall.“ Sondern sich auf ihre Intuition verlassen, wie Inge auf die fremde Umgebung und Kultur reagiert.
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