Das Wir-Gefühl hat sich bisher nicht transportieren lassen: Der Gmunder Dorfladen hat zu wenig Kunden. Foto: Andreas Leder

Dorfladen kämpft weiter ums Überleben

Gmund - Der Gmunder Dorfladen kämpft weiter ums Überleben. Wenn die Umsätze nicht endlich steigen, droht dem kleinen Geschäft die Schließung.

Fragt man Johann Schmid nach der Zukunft des Dorfladens, kann er ein Seufzen nicht verbergen: „Es ist ein nie endender Kampf“, räumt der Gesellschafter ein. Waren die Betreiber im Frühjahr dieses Jahres noch optimistisch gewesen, so schaue die Zukunft des Gmunder Dorfladens derzeit nicht rosig aus. „Zwar hat es uns nicht mitten in der Saison dabröselt wie die Fischbachauer, aber wir müssen stark überlegen, wie es weitergehen kann“, macht Schmid deutlich. Die Umsätze sind schlicht zu niedrig, um ein dauerhaftes Überleben des Gmunder Geschäftes zu sichern. Geschweige denn, um sich ein finanzielles Polster für die kargen Wintermonate zuzulegen.

Dabei hatte es in der Vergangenheit unzählige Bemühungen gegeben, um dem Genossenschafts-Projekt doch noch auf die Beine zu helfen. Zuletzt hatte die Gemeinde Gmund dem Dorfladen im Oktober vergangenen Jahres ein 8000-Euro-Darlehen zur Verfügung gestellt. Geld, das mittlerweile aufgebraucht ist.

Auch die Personalkosten hatten die Verantwortlichen massiv nach unten geschraubt, das Waren-Sortiment immer wieder den Bedürfnissen der Kundschaft angepasst. Vergebens. „Wir haben es einfach nicht geschafft, das ,Wir-Gefühl‘ zu transportieren“, meint Schmid, der den im Sommer 2010 eröffneten Dorfladen mit initiiert hatte. Selbst von den Anteilseignern komme lediglich ein Drittel regelmäßig zum Einkaufen.

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