Auf drei Monate Stau, Staub und Umwege müssen sich Autofahrer ab Mai einstellen. Dafür kommt er endlich: Der Kreisel in Seeglas, auf den Gmund seit vielen Jahren wartet. Politisches Verhandlungsgeschick von Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) und dem Landtagsabgeordneten Alexander Radwan hatten dazu geführt, dass Bund und Freistaat nun doch mitziehen und unverbrauchte Gelder für den Straßenbau in Gmund zur Verfügung stellen.
960 000 Euro kostet die gesamte Maßnahme, inklusive Grundstückserwerb, Planung und Bau. Damit wird der Kreisel deutlich teurer als ursprünglich geplant. Vor einem Jahr war noch die Rede von 550 000 Euro. Das Finanzierungsmodell bleibt das gleiche: 49 Prozent der Kosten muss die Gemeinde stemmen, 51 Prozent übernimmt das Staatliche Bauamt Rosenheim. Gmund muss demnach 480 000 Euro übernehmen und auch eine zusätzliche Parkfläche im Anschluss an den Seeglas-Parkplatz in Höhe von 50 000 Euro finanzieren. „Das Vorhaben ist nicht ganz billig“, sagte Preysing im Gemeinderat, als Planer Sepp Schreder und Eva Weber vom Staatlichen Bauamt das Projekt im Detail vorstellten. „Wir sollten diese Chance aber nicht auslassen. Und wer weiß, was nach den nächsten Wahlen noch möglich ist.“
So wird die neue Kreuzung gestaltet: Mittelpunkt ist ein Rondell mit 23 Metern Durchmessern. Bundes- und Staatsstraße bekommen jeweils behindertengerechte Überquerungshilfen. Die Querungshilfe an der Kurstraße bleibt erhalten, ebenso die beiden Bushaltestellen Richtung Tegernsee und Hausham. Die bestehende Busbucht Richtung Gmund wird den Verkehrsfluss künftig nicht mehr behindern. Der Verlust von rund 20 Parkplätzen wegen der neuen Einfahrt zum Strandbad Seeglas wird durch die Erweiterung des südlichen Parkplatzes kompensiert. Eine zusätzliche, mit Schotterrasen gestaltete Erweiterungsfläche bietet 40 zusätzliche Plätze. Diese soll aber nur bei großem Andrang geöffnet werden.






















