Umstritten, aber für weitere zwei Jahre genehmigt: Das Eingangszelt am Hotel Der Westerhof. foto: AL

Masterplan für Westerhof-Hotel macht Fortschritte

Tegernsee - Das Hotel Der Westerhof arbeitet an einem Masterplan und soll von 100 auf 300 Betten wachsen. Unterdessen musste der Bauausschuss neue Anträge des Besitzers behandeln.

Das Hotel Der Westerhof mit bisher 100 Betten soll kräftig wachsen. Besitzer Andreas Greither plant einen Umbau, an dessen Ende ein hochklassiges, modernes Haus mit 300 Betten steht. Der Westerhof, bisher als Hotel garni geführt, würde dann zu den größten Hotels am Tegernsee zählen. Ganz im Stil des ehemaligen Kloster-Lehens soll sich die Fassade dann präsentieren. Greither hat dafür einen Masterplan entwickelt, der den Stadtrat bereits im Juni vergangenen Jahres beschäftigte. Seither wird an einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan getüftelt, der die Planer des Unternehmers und das städtische Bauamt beschäftigt. "Wir müssen jede Menge Gutachten liefern“, erklärt Andreas Greither. „Alles braucht seine Zeit und muss sorgfältig geplant werden, aber wir sind auf einem guten Weg.“ Im kommenden Frühjahr hofft er, die Pläne in die Tat umsetzen zu können. Wieviel Geld er in die Erweiterung des Hotels investiert, will Greither noch nicht sagen. Es werde sich wohl um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Ungeachtet des Bebauungsplans musste sich der Tegernseer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit zwei neuen Anträgen Greithers befassen. Zum einen ging es um ein ehemaliges Gewächshaus, das für Veranstaltungen genutzt wird. Weil der Westerhof dafür aber bisher keine offizielle Genehmigung hatte, musste der Bauausschuss der Nutzungsänderung zustimmen. Das Landratsamt hatte die fehlende Genehmigung gerügt. Zum anderen ging es um eine provisorische Hauseingangsüberdachung. Greither wollte ursprünglich einen stabilen Bau, doch wurde diese Idee wegen des Masterplans nicht realisiert. Das zwölf mal fünf Meter große Zelt mit einer Firsthöhe von fünf Metern, ursprünglich nur für zwei Monate errichtet, blieb also stehen. Weil der provisorische Bau nun noch länger erhalten bleiben soll, musste der Bauausschuss eine Genehmigung erteilen. Begeistert vom Aussehen waren die Stadträte nicht, doch am Ende genehmigten sie den Zeltbau - allerdings befristet auf zwei Jahre.

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