Die alten Gebäude der othopädischen Klinik werden nach und nach durch Neubauten ersetzt. Erhalten bleibt das denkmalgeschützte Haus Wedelstaedt. Eine neue Tiefgarage entsteht an der Point. Foto: Thomas Plettenberg

Orthopädische Klinik: Neubau am alten Standort

Tegernsee - Eine Zitterpartie ist mit der Vorstands-Entscheidung zu Ende gegangen: Die Orthopädische Klinik Tegernsee, größter Arbeitgeber der Stadt, bleibt dem Standort treu.

Bürgermeister Peter Janssen ist erleichtert. Mit dem Stadtrat, so Janssen, habe er sich "sehr intensiv" bemüht, die Klinik in der Stadt zu halten. 140 Arbeitsplätze bietet sie, ein Drittel aller Übernachtungen gehen auf ihr Konto.

Eigentlich schienen die Weichen schon im Februar 2010 positiv gestellt. Damals hatte sich die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd als Träger entschlossen, das erneuerungsbedürftige Gebäude zu sanieren und mit einem Erweiterungsbau auszustatten. Doch wenig später kam der Entschluss wieder ins Wanken. Es stellte sich heraus, dass die Sanierung des Altbestands teurer wäre als ein Neubau. Und nachdem der Klinikbetrieb während der gesamten Bauphase weiterlaufen soll, wäre es das günstigste, vom Altbau in einen Neubau an anderer Stelle umzuziehen. Dies würde den Bau auch sehr beschleunigen.

Der Vorstand beschloss also, nach anderen Standorten Ausschau zu halten. Ins Blickfeld kamen dabei unter anderem das Wiesseer Hotel Lederer mit dem angrenzenden Spielbankgrundstück und die May-Klinik in Kreuth.

Doch letztlich fielen die Würfel doch für Tegernsee. Am 6. Juli, so teilte die Deutsche Rentenversicherung am Donnerstag mit, habe der Vorstand in einer Sitzung beschlossen, auf dem Tegernseer Klinikgelände einen Neubau mit 186 Betten zu errichten. Das sind 20 Betten mehr als die Klinik jetzt hat. Beginnen werden die Arbeiten voraussichtlich im Jahr 2013. Den Planungsauftrag erhält ein Architekturbüro, das sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt hat. Voraussichtlich zum Jahresende dürfte Konkretes vorliegen. Bis dahin wird dann auch die Kostenplanung stehen.

Erhalten bleibt das denkmalgeschützte Haus Wedelstaedt. Der Klinikbetrieb, erklärt der Kaufmännische Direktor Rainer Egenberger, solle mit möglichst vielen Patienten und möglichst wenig Belastung durchgehend weiterlaufen.

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