Tausende Besucher genießen Tegernseer Seefest

Tegernsee – Einen Regenbogen zu organisieren, meint Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen, sei wirklich schwierig. „Vor allem ohne Regen.“ Das Kunststück glückte ihm fast vollständig.

Ein paar Tropfen fielen am späten Abend aufs Feiervolk, dafür zeigte sich ein fein schimmernder Regenbogen. Bis dahin hatten sich die Gäste schon in großer Zahl versammelt. 6000 bis 8000 Besucher, schätzte Wirtesprecher Kurt Geiß, waren gekommen, um den Zauber des Tegernseer Seefestes zu genießen.

Bilder: Seefest in Tegernsee

Und sie feierten ausgelassen. Tanzten zur Live-Musik, bildeten spontan Polonaisen, spendeten begeistert Applaus. Zu beklatschen gab es eine Menge. Traditionsreiches wie die bedächtigen Klänge der Alphornbläser, die knallenden Hiebe der Goaßlschnalzer und die Tänze der Trachtler, die auf einem Floß am Ufer vorbeitrieben. Und Trendiges, wie das Aquazorbing im Kurgarten. Dort galt es, sich in einer großen Kugel übers Wasser zu bewegen. Zu späterer Stunde tobten sich vor allem jüngere Partygänger zur Musik eines DJ's aus.

Ansonsten zündete das bewährte Konzept: ein schöner Platz am See, feine Schmankerl, Geselligkeit. Auf dem Wasser tummelten sich schmucke Boote, die Tegernseer Feuerwehr ließ funkelnde Fontänen aufsteigen. Und natürlich gab's ein Feuerwerk, seit jeher prächtiger Höhepunkt eines jeden Seefests. Schade nur, dass die hellen Laternen und Lampions am Ufer während des Feuerwerks nicht ausgeschaltet wurden – ihr Leuchten störte. Auch die Musik passte nicht ganz. Den Genuss trübte dies nur ein wenig. Die wirbelnden Feuerfunken malten immer neue Bilder in den Nachthimmel, lauthals bestaunt und bejubelt. Danach war für viele noch lange nicht Schluss. Und erst recht nicht für den Bauhof und viele Helfer: Am nächsten Morgen war alles aufgeräumt, als ob nichts gewesen wäre.

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