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Das Jugendzentrum Planet X in Tegernsee muss künftig ohne die finanzielle Unterstützung Waakirchens auskommen.

Waakirchen steigt bei Jugendzentrum Planet X aus

Tegernsee - Waakirchen steigt aus dem Verbund aus: Die Gemeinde hat ihren Vertrag für das Jugendzentrum Planet X in Tegernsee zum Jahresende gekündigt. Der Grund: Nur wenige Waakirchner Jugendliche besuchen den gemeinsamen Treff der Tal-Orte regelmäßig.

Nur vier Waakirchner Jugendliche besuchen das Planet X regelmäßig, wie Bürgermeister Sepp Hartl mitteilt. Und dafür zahlt die Gemeinde jährlich knapp 9000 Euro. Laut Hartl fahren viele Waakirchner Jugendliche eher nach Holzkirchen oder Bad Tölz. Für die Fahrt dorthin haben sie eine Schülerkarte – es entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Im Gegensatz zum Weg nach Tegernsee. Zudem sei das Angebot der örtlichen Vereine in Sachen Jugendarbeit sehr gut, wie der Rathaus-Chef erklärt. So kündigte die Gemeinde ihren Vertrag mit dem Träger des Jugendzentrums, dem Kreisjugendring (KJR) Miesbach.

Der Vertrag für die finanzielle Unterstützung des Planet X besteht zwischen den fünf Talgemeinden und Waakirchen. „Er wird jeweils für drei Jahre neu ausgehandelt“, informiert Anika Ohme, Geschäftsführerin des KJR. Waakirchens Austritt aus dem Verbund greift wegen einer Kündigungsfrist jedoch erst 2013. Der jährliche Beitrag der Gemeinden ermittelt sich prozentual nach dem Einwohnerschlüssel, wie Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen erklärt. „Bei Waakirchen wird aber wegen der Entfernung nur die halbe Einwohnerzahl eingerechnet“, ergänzt er. So ergeben sich folgende Beträge: Waakirchen zahlt rund 8900 Euro, Kreuth 11.000 Euro, Tegernsee 11.700 Euro, Bad Wiessee 13.700 Euro, Rottach-Egern 16.500 Euro und Gmund 17.800 Euro. Damit kommen laut Ohme 78.700 Euro jährlich von den Kommunen, weitere 20.000 Euro schießt der Landkreis Miesbach zu.

„Wir bedauern es, dass Waakirchen aussteigt“, sagt Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen. Trotz allem: „Die Jugendfreizeitstätte ist nicht gefährdet.“ Es gehöre sich für eine Gemeinde, dass sie eine gut ausgerüstete Einrichtung für Jugendliche bieten könne. Den Fehlbetrag Waakirchens werden wohl die übrigen Kommunen auffangen, einen derartigen Beschluss gibt es laut Janssen aber nicht. Gespräche stehen noch aus. Die Gemeinde Waakirchen indes wartet nun auf ein Angebot aus dem Tegernseer Tal. „Wir sind offen und verschließen uns nicht“, betont Hartl.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung.

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