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Geigenbauschule verabschiedet Absolventen

Mittenwald - Sieben Geigenbauer haben ihre Ausbildung an der Instrumentenbauschule in Mittenwald beendet. Zum Abschied bekamen sie ein paar gute Ratschläge vom Schulleiter.

Ausgelernt haben (v.l.) Wsewolod Gornowskij, Ulrike Günter, Laura Loebner, Amrey Schaffeld, Philipp Lieberwirth, Kathrin Hügel und Gabriel Reinhold. Sie erhalten ihr Zeugnis von Schulleiter Frederik Habel (2.v.r.) und dessen Stellvertreter Georg Neuner (r.). foto: schandl

Ausgelernt haben (v.l.) Wsewolod Gornowskij, Ulrike Günter, Laura Loebner, Amrey Schaffeld, Philipp Lieberwirth, Kathrin Hügel und Gabriel Reinhold. Sie erhalten ihr Zeugnis von Schulleiter Frederik Habel (2.v.r.) und dessen Stellvertreter Georg Neuner (r.). foto: schandl

"Nichts ist so gut, als dass es nicht verbessert werden könnte.“ Mit diesen Worten entließ Dr. Frederik Habel, Fachschulrektor der Staatlichen Berufsfachschule für Instrumentenbau in Mittenwald,die Absolventen.

Nach dreieinhalb Jahren intensiver Ausbildung starten diese ins Berufsleben und stellen sich neuen Herausforderungen. Dass sie aufgrund ihrer „durchweg guten Leistungen“ befähigt sind, im Geigenbau-Handwerk Fuß zu fassen, davon ist Habel überzeugt.

„Finden Sie Ihren Weg“, ermunterte er sie bei der Feierstunde im Konzertsaal der Instrumentenbauschule. So würden zu Beginn des Berufslebens neue Eindrücke und Sichtweisen auf sie einströmen. „Die Parameter werden sich verschieben“, prognostizierte der Schulleiter. Deshalb müssten sie offen bleiben für Neues, ohne eine kritische Prüfung zu vernachlässigen.

Und geprüft würden die Absolventen künftig von vielerlei Seiten - etwa vom Kunden, der die neue Geige anspielt oder der die Reparatur seines Cellos begutachtet. „Die Qualität Ihrer Arbeit wird evaluiert“, sagte Habel.

So führt der Weg von Kathrin Hügel nach Frankreich, wo sie in Kürze eine Stelle antritt. Die 23-Jährige freut sich darauf, „neue Erfahrungen zu machen“. Einprägsam war für die begeisterte Cellistin, dass „man am Anfang gar nichts kann - und dann baut man plötzlich eine Geige“. So nimmt sie aus Mittenwald nicht nur fachliches Können mit, sondern auch eine Vielzahl an Erinnerungen.

Davon will Ulrike Günter noch einige sammlen. Sie bleibt zunächst im Oberen Isartal. „Erst mal ein wenig entspannen und für mich selbst bauen“, schildert die 39-Jährige ihre Pläne. Zum Beruf des Geigenbauers kam Günter durch Umwege. Die gebürtige Hannoveranerin studierte Jura und absolvierte ihr Referendariat in Berlin. In der Nachbarschaft gab es eine kleine Werkstatt und eben diese schien sie inspiriert zu haben. So kehrte Günter der deutschen Hauptstadt den Rücken und fand im Werdenfelser Land ihre Bestimmung.

Dass er mal etwas mit Musik machen würde, das war Gabriel Reinhold schon früh klar. Die Eltern des Leipzigers sind beide Geiger, „da lag es nahe“. Wie Hügel und Günter erhielt Reinhold zusammen mit Wsewolod Gornowskij, Philipp Lieberwirth, Amrey Schaffeld und Laura Loebner sein Abschlusszeugnis, das den Gesellenbrief beinhaltet.

Veronika Schandl

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