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Tourismuszahlen: Mittenwald rutscht unter die 500000er-Grenze

Tourismuszahlen: Mittenwald rutscht unter die 500000er-Grenze

Oberes Isartal - Die Tourismuszahlen in der Alpenwelt Karwendel stagnieren weiter auf niedrigem Niveau. Nur Krün ist - wieder einmal - der Ausreißer nach oben.

Heimat und Brauchtum: Damit werben die Touristiker der Alpenwelt Karwendel. Foto: tomaschek

Nun ist der Fall eingetreten, vor dem es den Mittenwaldern immer gegraut hat: Erstmals seit Erfassung der Tourismusdaten rutschte der Karwendelort bei den Übernachtungen unter die ominöse Schmerzgrenze von 500 000. „Das ist schon bitter“, will Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) nichts beschönigen. In konkreten Zahlen ausgedrückt: 489 773 Mal wurden die 4500 Gästebetten 2011 belegt. Das entspricht einer Auslastung von 29,8 Prozent.

„Da ist sicher noch Luft nach oben“, konstatiert Krüns Rathauschef Thomas Schwarzenberger (CSU), amtierender Vorsitzender des Isartaler Tourismusverbunds Alpenwelt Karwendel. Detaillierter möchte er die wenig erfreuliche Bilanz der Partnergemeinde nicht kommentieren. Viel lieber wirft er einen Blick auf die Krüner Daten. Wie schon in der Vergangenheit wächst der Fremdenverkehrsmarkt im 2000-Seelenort. Das kleine Krün bleibt der große Stabilisator der Alpenwelt, die mit 1,1 Millionen Übernachtungen das Vorjahresergebnis nahezu halten konnte - dank Krün. Dort generierten allein die drei Topbetriebe AlpenCaravanpark Tennsee, Schloss Elmau und Hotel Kranzbach rund 200 000 Nächtigungen. Doch auch im Hauptort Krün habe man das Tourismusjahr 2011 mit einer „roten Null“ (minus 0,5 Pozent) abgeschlossen, erläutert Schwarzenberger. Konkret heißt das: 205 000 Übernachtungen stehen dort zu Buche. „Es macht sich bezahlt, dass viele Betriebe bei uns in Qualität investieren.“

Größtes Sorgenkind bleibt Wallgau, wo mit 5,3 Prozent neuerdings ein kräftiges Übernachtungsminus eingefahren wurde. Zwar behaupten Spötter, dass es in Wallgau mit der Meldemoral der Vermieter am schlechtesten bestellt sei, aber auch das ist bei der Gesamtschau ein schwaches Argument. Nimmt man die hypothetischen 15 Prozent Dunkelziffer der nicht registrierten Gäste dazu, kommt man in Wallgau auf gerade Mal knapp 170 000 Übernachtungen. Daher sieht Bürgermeister Hansjörg Zahler den Ruf nach einem Leitprojekt „als durchaus berechtigt“ an. „Da würde der ganze Ort profitieren.“ Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Luxus-Resort sei Wallgau aber erst „in der Ergründungsphase“. cs

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