Mauern - Es wird ernst: Im März soll der Testbetrieb für den digitalen BOS-Funk anlaufen. Mauern aber hat das abgelehnt - ein Sonderfall.
Die Gemeinderäte haben lange darüber diskutiert, Argumente ausgetauscht und Alternativen abgeklopft, wie Bürgermeister Alfons Kipfelsberger berichtet. Am Ende war das Meinungsbild jedoch eindeutig: Bei einer Gegenstimme hat das Gremium am Donnerstag die Teilnahme an dem Testbetrieb für BOS-Funk abgelehnt. Feuerwehr-Kommandant Siegfried Probst votierte als einziger dafür, bei der Einführung des digitalen Funks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben mitzumachen.
„Die Entscheidung, den Probebetrieb abzulehnen, ist nur logisch“ sagte Kipfelsberger auf FT-Nachfrage. Schließlich soll in Mauern am Gandorfer Berg ein Funkmast errichtet werden, den der Großteil der Bevölkerung ablehnt. Der Rathauschef verwies darauf, dass man erst kürzlich ein Moratorium gegen das Projekt verabschiedet habe und immer noch auf Antwort warte. Außerdem sei ein im September anvisierter Runde Tisch mit allen Vertretern bisher nicht zustandegekommen. Kipfelsberger: „Wir können nicht so tun, als ob in Mauern alles in Butter ist.“
Vor der Ablehnung hatten die Räte zwei Alternativen diskutiert. Probst hatte dafür plädiert, die Entscheidung zu vertagen. Doch das ist nicht möglich: Bis 1. März will das Landratsamt von allen Kommunen Antwort. Alexander Schweeweis schlug vor, gar nicht darüber abzustimmen und den Probebetrieb zu ignorieren. Für diesen Antrag votierten laut Kipfelsberger jedoch nur zwei Räte.

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