Gammelsdorf - Rekord-Ergebnis für Gammelsdorf: 2011 hat die Gemeinde 259 000 Euro an Gewerbesteuern eingenommen. Bürgermeister Paul Bauer rechnet damit, dass diese Quelle auch dieses Jahr sprudelt - und investiert kräftig in das Gewerbegebiet.
Ein Schatzmeister hütet nicht nur die Finanzen, sondern meistens auch seine Zunge. Und so liegt es Bastian Maier, Kämmerer der VG Mauern, fern, einen Haushalt euphorisch zu kommentieren. „Der Blick in die Zukunft kann nicht sorgenfrei sein, wenn man die wirtschaftliche Gesamtlage in Europa und die Schieflage des Euros bedenkt“, betonte er in seinem Resümee über den Gammelsdorfer Haushalt. Dabei ist die Kommune finanziell gut aufgestellt. Ein Beleg dafür: Der Gemeinderat verabschiedete den Etat am Dienstag einstimmig.
Vor allem der Blick auf die Gewerbesteuern dürfte die Räte beglückt haben. 259 000 Euro hat die Gemeinde vergangenes Jahr kassiert - so viel wie nie. „Das hat vor allem mit der wirtschaftlichen Gesamtsituation zu tun“, erklärte Bürgermeister Paul Bauer. Und weil die auch 2012 gut aussieht, hat die Gemeinde ihre Erwartung hier deutlich hochgeschraubt. Kalkulierte die Gemeinde 2011 nur mit 120 000 Euro, rechnet man dieses Jahr mit 259 000 Euro an Gewerbesteuern.
So will man in das Gewerbegebiet „Kothingried“ erneut kräftig investieren. Bereits 2011 haben die Räte beschlossen, das Areal um rund 45 000 Quadratmeter zu erweitern. Auf 15 000 Quadratmetern möchte ein Landwirt eine Bergehalle errichten, den restlichen Baugrund hat sich die Gemeinde gesichert. Nun soll die Erschließung durchgeführt werden. 130 000 Euro hat die Gemeinde dafür im Vermögenshaushalt vorgesehen.
Am meisten Geld hält die Gemeinde in diesem Haushalt jedoch für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße nach Langholzen zurück. 300 000 Euro sollen in das Projekt fließen. Auf der anderen Seite bekommt Gammelsdorf hierfür auch einen Zuschuss von 110 000 Euro, der im Vermögenshaushalt einkalkuliert ist. Ebenfalls viel Geld will Bauer in die Sanierung der Ludwigstraße stecken. Hierfür sind 250 000 Euro eingeplant. Eine wesentliche Einnahmequelle ist der Verkauf von Baugrund. Die Kommune erwartet einen Erlös von 50 000 Euro.

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