Moosburg - Traumhafter Sonnenschein und milde Temperaturen lockten die Moosburger am Faschingsdienstag aus den Häusern und zum großen Umzug in die Innenstadt. Dort war nicht nur Feiern angesagt.
Steilvorlagen hatte es in den vergangenen Monaten genug gegeben: Ob die ungewisse Energieversorgung in naher Zukunft, die Freisinger Oberbürgermeisterwahl oder der drohende Klimawandel - die Pappmaché-Künstler der verschiedenen Vereine und Organisationen hatten sich so richtig auf den über 40 Wagen ausgetobt. Aber auch ganz eigene Herzensangelegenheiten wurden über Transparente und andere Schauflächen prominent und witzig an die Öffentlichkeit gebracht: Das Kimm-Familienzentrum beispielsweise machte unmissverständlich auf die verzweifelte Immobiliensuche der Einrichtung aufmerksam. Dass das Thema „Startbahn“ ebenfalls nicht fehlen durfte, zeigten etwa Moosburgs Ministranten, die Langenbacher SPD und der Eishockeyverein aus Aich, der mit reichlich Augenzwinkern statt einer dritten Flugzeugpiste lieber eine Ufo-Landebahn forderte.
Andere taten das, was sie am besten konnten: Die örtliche Narrhalla, angeführt vom noch amtierenden Prinzenpaar Theresa und Martin, belegte gleich acht Wagen, um ihre Elfer, Gardemädels, Showtänzer und Ex-Monarchen feiernd durch das Volk zu kutschieren. Den Bürgern der Dreirosenstadt war anzumerken, dass viele den eiskalten Winterschlaf endgültig satt hatten. Der Faschingsumzug kam da bei milden Temperaturen und Nachmittagssonne gerade recht. So wurde in der Innenstadt geschunkelt, getanzt und gelacht.

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