Gammelsdorf - Der Nachtumzug in Gammelsdorf lässt sich wohl am besten mit „organisiertem Ausnahmezustand“ beschreiben. Auch dieses Jahr kamen Hundertschaften in die kleine Gemeinde.

Seit Jahren ist das Faschingsspektakel überregional bekannt, Gäste aus Freising oder Landshut sind hier keine Seltenheit. Die örtlichen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und die Polizei sorgten auch in diesem Jahr wieder dafür, dass in und um Gammelsdorf der Verkehrskollaps ausblieb, die richtigen Parkplätze angefahren wurden und die Sicherheit der Besucher oberste Priorität hatte.
Bis sich die Umzugswägen vor den Toren der Gemeinde in Position gebracht hatten, wurde in der Ortsmitte schon mal die Stimmung mächtig eingeheizt. Musik schallte aus allen Ecken, auf einer kleinen Bühne gaben Faschingsvereine mit ihren Garden und Showtanzgruppen ein buntes Potpourri zum Besten. Die Moderatoren zündeten die ein oder anderen Stimmungsrakete und prüften - getrennt nach ober- und niederbayerischen, männlichen und weiblichen Besuchern - die Stimmgewalt. Damit die Wartezeit nicht ungenutzt verstrich, konnte noch an diversen Stationen im Ort Kulinarisches eingekauft werden, vor allem flüssige Nahrung wechselte mit meist alkoholischem Inhalt die Besitzer.
Bei aller Feierlaune der Erwachsenen - auch für die kleinen Faschingsfreunde gab es Grund zur Freude: aus den fahrenden Spaßmobilen regnete es Bonbons, Gummibärchen und Popcorn. Als das Spektakel dann vorrüber war, ging für viele der Angereisten die eigentliche Feier erst los - und Gammelsdorf erlebte einmal mehr eine wilde Partynacht.

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