Mauern - Beim diesjährigen Inthronisationsball der Narrhalla Mauern herrschte eine ganz besondere Atmosphäre: Schließlich feiert man heuer ihr 111-jähriges Bestehen.

© Fischer
Alle Macht hält jetzt das Prinzenpaar in Händen. Bürgermeister Alfons Kipfelsberger überreichte den Rathausschlüssel.
Der Elferrat war zu Scherzen aufgelegt, beim Inthronisationsball der Narrhalla Mauern. „Und schon wieder keine Stimmung - Garde!“, höhnten die Burschen, als die Gardemädchen sich im Foyer der Faschingshochburg „Alter Wirt“ gerade für ihren lang ersehnten Auftritt warm machten. Die Garde ließ sich aber nicht beirren, sorgte direkt im Anschluss mit ihrem Einmarsch für einen schwungvollen und von frenetischem Applaus begleiteten Auftakt der Faschingssaison 2012. Aus gegebenem Anlass hat man, wie Narrhalla-Präsident Thomas Kindsmüller betonte, den Hofstaat neu ausstaffiert.
Erster glanzvoller Höhepunkt des Abends war der Einzug des neuen Prinzenpaares. Die bezaubernde Prinzessin Eva-Maria I. und ihr stolzer Prinz Johannes IX. eroberten die Herzen der Ballbesucher im Sturm. Ihre Lieblichkeit kündigte an „mit Vollgas“ in den Jubiläumsfasching starten zu wollen, ihr Prinzgemahl pflichtete ihr bei und garantierte für „viel Schwung“. Gesagt, getan - das Prinzenpaar stürzte sich mit Verve in die Faschingssaison 2012. Beim Eröffnungswalzer wirbelten die Tollitäten mit Anmut und Grazie über das Parkett, Bravorufe und stehende Ovationen begleiteten die gekonnte Vorstellung. Wie ausgelassen die frisch gebackene Prinzessin zu feiern versteht, zeigte sich auch wenig später, als sie sich zusammen mit ihrem Prinzen völlig ungezwungen unters Narrenvolk mischte.
Alles wartete nun auf den ersten Gala-Auftritt der Garde. Die von Sandra Hoffmann trainierten zehn Gardemädchen machte ihre Sache gut - so gut, dass die Ballbesucher nach ihrem temperamentvollen Tanz lauthals nach Zugabe verlangten.
Wer geglaubt hatte, das kaum noch eine Steigerung möglich sei, der sah sich gut eineinhalb Stunden später eines Besseren belehrt. Die offizielle Show-Einlage der Garde und des Elferrates, die heuer unter dem Motto „Safari Tour“ steht und folglich von afrikanischen Rhythmen geprägt ist, ließ die Herzen der Ballbesucher höher schlagen. Die sechzehn Akteure rissen das Publikum mit ihrer perfekt einstudierten und in Szene gesetzten Tanzeinlage förmlich zu Stürmen der Begeisterung hin. Selbst vor atemberaubenden Hebefiguren schreckte das Ensemble nicht zurück.
Die Stimmung schien jetzt auf ihrem Höhepunkt angelangt. Dabei stand das ultimative Glanzlicht, der mit Spannung erwartete Show-Tanz des Prinzenpaares noch aus. Die rauschende Ballnacht in der Faschingshochburg „Alter Wirt“, sie sollte danach noch lange, bis in die frühen Morgenstunden weitergehen.
Mit leeren Händen gingen die meisten der Ballbesucher übrigens nicht nach Hause: Die Narrhalla hatte Dutzende von Orden verliehen. Außerdem gab es eine Tombola mit attraktiven Preisen. Den hoch dotierten Hauptgewinn stellte ein Wochenende im Stubaital dar.
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