Moosburg - Kinder von Migranten haben es schwer. Vor allem dann, wenn sie der deutsche Sprache nicht mächtig sind. Nun soll ein Netzwerk helfen.

Ein Netzwerk schaffen wollen (v. l.) Stefanie Römer (Vhs-Lehrkraft), Christine Oehlmann (Vhs-Fachbereich „Sprachen“), Christine Simeth (Vhs-Leiterin), Ferdinand Winterstötter (Kinder in Not), Kerstin Watzke (Vhs-Lehrkraft), Gisela Bobbert (Schulleiterin) und Rosmarie Bauer-Kaposztas (Klassenleiterin). Foto: Fischer
Die Pläne, Migranten-Kindern möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen, sind bereits weit gediehen, wie sich am Dienstag bei einer Konferenz an der Anton-Vitzthum-Grundschule in Moosburg herausstellte. Ohne gute Deutsch-Kenntnisse geht es nicht. Darin waren sich die Initiatoren bei einem Pressegespräch einig.
Schulleiterin Gisela Bobbert brachte das Problem auf den Punkt: „Wir bekommen die Kinder in der vierten Klasse - egal wie gut sie Deutsch sprechen.“ Aktuell seien es drei Fälle. Ein Mädchen aus Afghanistan und zwei Mädchen aus Lettland hätten dringenden Bedarf, Deutsch zu lernen. Bobbert und Rosmarie Bauer-Kaposztas, Klassenleiterin des afghanischen Mädchens, halten bei einem „Intensivkurs“ sogar einen Übertritt an die Realschule für möglich. Man habe es in der Vergangenheit zwar geschafft, aus eigener Kraft Lernhilfen zu geben, nichtsdestotrotz begrüßte Bobbert die Initiative von Stefanie Römer, einer Honorarkraft an der Vhs, die zusammen mit ihrer Kollegin Kerstin Watzke jetzt Einzelunterricht an der Schule erteilen will. Mehr noch: Den Vhs-Dozentinnen schwebt vor, die Kräfte in Moosburg zu bündeln und ein Netzwerk für die Unterstützung für Migrantenkinder aufzubauen. „Die Idee ist mir gekommen, weil ich den Netzwerkgedanken gut finde“, erklärte Römer. Sie habe selbst ein Kind an der Grundschule und so von der Problematik erfahren. Ein Termin für den Beginn des Unterrichts steht bereits fest. Am 1. März soll es losgehen. Der Unterricht findet an der Grundschule statt. Die Kinder werden laut Bobbert dafür von anderen Fächern befreit.
Einen Arbeitstitel für das Netzwerk gibt es bereits. Es soll „Deutsch für Migrantenkinder“ heißen. Bei Bedarf könne man das Angebot auch auf die Theresia-Gerhardinger-Grundschule ausweiten.

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