Moosburg - Zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Entspannen - Anlässe, den Drahtesel aus der Garage zu holen, gibt es zur Genüge. Mit der Aktion „Stadtradeln“ soll die oft fehlende Motivation aus der Gemeinschaft entstehen.

© Foto: Armin Forster
Heiß aufs Radeln: Initiator und Umweltreferent Michael Stanglmaier (l.) zusammen mit den Beteiligten der Aktion „Stadtradeln“.
„Es ist vor allem ein soziales Fortbewegungsmittel“, konstatierte Tscharli Wagner, Teamkapitän des „RSV Moosburg“. „Wenn ich mit dem Radel unterwegs bin, treffe ich Bekannte auf der Straße, kann absteigen und mich mit den Leuten austauschen. Wenn ich dagegen im Auto sitze, winke ich ihnen höchstens im Vorbeifahren zu.“ Argumente für das Fahrradfahren gibt es zahlreiche, davon waren sämtliche Anwesenden am Montagabend im Moosburger Gasthof „Zur Länd“ überzeugt. Bei der Vorbesprechung der Aktion „Stadtradeln“, an der neben bundesweiten Kommunen auch Moosburg wieder teilnimmt, waren Schlagworte wie „Flexibilität“, „Geldsparen“, „Stressabbau“ und „CO2-Einsparung“ zu hören.
Bei der vom 18. September bis zum 8. Oktober stattfindenden Fahrradinitiative sammeln auch in diesem Jahr wieder einzelne Teams - aktuell haben sich schon 16 Gruppen registriert - Radel-Kilometer, die sie dann auf der Internetseite www.stadtradeln.de eintragen. Wo, wann und wie gestrampelt wird, ist jedem selbst überlassen. „In Moosburg ist ja traditionell das Rad ein wichtiges Verkehrsmittel: 490 Pendler kommen täglich mit dem Drahtesel zum Bahnhof, dem stehen nur 440 Autofahrer gegenüber“, führt Umweltreferent Michael Stanglmaier (Grüne) als praktischen Beweis auf. Im vergangenen Jahr fuhr er mit gutem Beispiel voran, stolze 326 Kilometer brachten ihm den Spitzenplatz aller teilnehmenden Stadträte ein.
Teilnehmen können Vereine, Unternehmen, Schulklassen und Bürger. Flyer mit allen Details und Teilnahmebedingungen gibt es in Kürze im Rathaus, eine Anmeldung ist auch noch während der Aktions möglich.
Die Messlatte aus dem Vorjahr liegt hoch: Mit 43.182 Kilometern wurde einmal die Welt umrundet.
Armin Forster
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