Denn wie eine Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär hörte es sich für den 15-jährigen Realschüler Raphael Koch an, als er hörte, dass man auch als Koch noch Hoteldirektor werden könne.
„Nomen est Omen“ - jetzt weiß Raphael Koch, was er werden will: erst einmal Koch. Dann schaut er weiter. Die Ausbildungszeit habe er sich allerdings kürzer vorgestellt, gibt er zu. Drei Jahre dauert sie. Auch sein Klassenkamerad Dima Pich ist überrascht. Andere Schüler meinten, die Lehre erstrecke sich über fünf Jahre, andere rechneten mit zwei Jahren.
Eva-Maria Vogt hat sich allerdings schon vor dem Besuch erkundigt. Jetzt hört sie sich die Vorträge, die die Ausbildungsbotschafterin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Traudl Schmidramsl, organisiert hatte, interessiert an.
Derzeit besucht sie die Abschlussklasse der Wirtschaftsschule in Pasing, danach willsie auf jeden Fall eine Ausbildung zur Hotelfachfrau beginnen.
Das hat auch die 15-jährige Ismaninger Mittelschülerin Christiane Liuzza vor: „Was heute hier vorgestellt wurde, hat mich sehr begeistert. Besonders die Teamfähigkeit, die es braucht im Hotelgewerbe überzeugt mich. Die Arbeit erscheint mir abwechslungsreich und ich freue mich auf den Umgang mit vielen Menschen. Langfristig möchte ich auch gerne mal ins Ausland gehen.“
Ihre Schulfreundin und Klassenkameradin in der achten Klasse aus Garching, Sabrina Lörk (15), sieht es genauso: „Ich staune, wie viele Bereiche es im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt. Ich habe mir mal alle Prospekte mitgenommen. Ich schwanke aber noch, ob ich nicht Physiotherapeutin werde. Ich will auf jeden Fall viel mit Menschen zu tun haben und weniger mit Bürotätigkeit.“
Das sagte sich im Jahr 2000 auch die Aschheimerin Ramona Prausner. Nach dem Abitur am Kirchheimer Gymnasium entschied sie sich zum Unverständnis der Klassenkameraden für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau bei Familie Schmidramsl. Nach 13 Jahren Dienst dort, zuletzt als Ausbildungsleiterin und Assistentin der Geschäftsleitung, verabschiedete Schmidramsl sie jetzt dankbar und mit lobenden Worten in den angehenden Mutterschutz.
Im Rahmen des Berufsbildungstages gab es auch Auszeichnungen für Regina Rieder und Florian Ziegler, die aufgrund ihrer sehr guten Leistungen die Lehre als Hotelfachfrau, beziehungsweise Koch, heuer schon nach 2,5 Jahren beenden konnten. Beide ehemaligen Lehrlinge bleiben ihrem Ismaninger Ausbildungsbetrieb zur Freude von Schmidramsl auch weiterhin treu. A. Ganssmüller-Maluche















