Ismsaning: Hilfe für Todkranke und ihre Angehörigen

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    • 08.08.12
    • München Nord
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Hilfe für Todkranke und ihre Angehörigen

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Ismaning - Der „Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes" im Caritasverband München ist ein Garant für ein Sterben in Würde. Er hilft unheilbar Kranken in schwerer körperlicher und seelischer Not. Dank Kooperationsvertrag mit dem örtlichen Hospizverein ist er jetzt auch in Ismaning im Einsatz.

Stehen für Mitgefühl und professionelle Hilfe: (v.l.) Palliativ-Fachkraft Katja Goudinoudis, Johanna Hagn, Vorsitzende des Hospizkreises Ismaning, Marina Wolfrum, Palliativ-Fachkraft Elisabeth Krull und Christel Karger. Foto: Michalek

Stehen für Mitgefühl und professionelle Hilfe: (v.l.) Palliativ-Fachkraft Katja Goudinoudis, Johanna Hagn, Vorsitzende des Hospizkreises Ismaning, Marina Wolfrum, Palliativ-Fachkraft Elisabeth Krull und Christel Karger. Foto: Michalek

Die Vorsitzende des Hospizkreises Ismaning, Johanna Hagn, hat den Vertrag gerne unterschrieben: „Unser Hospizkreis wird ja bald zehn Jahre alt. Und natürlich haben wir die Fachkunde von Palliativ-Care-Kraft Katja Goudinoudis und dem Caritas-Beratungsdienstes in Taufkirchen für die von uns betreuten Ismaninger auch schon in der Vergangenheit immer wieder genutzt. Aber dank des Kooperationsvertrages wird diese Zusammenarbeit auf stabile Füße gestellt.“ Das kommt dem Hospizkreis zugute, der mit seinen 20 bis 30 Sterbebegleitungen jährlich zu klein wäre, um selbst eine Palliativ-Fachkraft mit den Kassen abrechnen zu dürfen. Aber auch das Caritaszentrum profitiert, das seine von den Kassen finanzierten Fachleute breiter einsetzen kann. „Für die Betroffenen ist es so eine große Beruhigung, jederzeit bei einer plötzliche Verschlechterung des Zustandes des Patienten Hilfe holen zu können. So reagieren alle entspannter, was vor allem den Sterbenden gut tut“, sagt Hagn.

Für Ismaning ist das Außenbüro des Caritas-Zentrums im alten Bahnwärterhäuschen in Unterföhring mit Palliativ-Fachkraft Elisabeth Krull zuständig. Sie berät, empfiehlt in Absprache mit dem Hausarzt Therapien. Hospizhelfer entlasten durch Besuchsdienste die Familien. Wie kürzlich bei einer 60jährigen Krebspatientin, deren Pflege allein auf dem Ehemann lastete. Luftnot, Angstzustände, Halluzinationen und Schmerzen waren ihre Symptome. Die in Absprache mit Pflegedienst und Hausarzt eingesetzten schmerz-, atem- und physiotherapeutische Maßnahmen halfen. Die Hospizbegleiter ermöglichten dem Ehemann Erholungszeiten. Schließlich starb die Frau in Würde, ohne Albträume, Atemnot und Schmerzen.

Noch gehört der Hospizkreis Ismaning zu den kleineren im Landkreis. Mit der Kooperation setzte man auf mehr Nachfrage. Stellvertretende Sprecherin Christel Karger: „In Ismaning denken viele Familien, sie müssten die Sterbebegleitung alleine schaffen und überlasten sich und auch den Sterbenden damit oft.“ Dabei gebe es so gute Hilfe, wirbt Karger. agm

Kontakt

Das Zentrum für Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung ist über die Außenstelle Am Bahnhof 1 in Unterföhring erreichbar: Tel. 089/61 39 71 70, E-Mail: palliativ-tfk@caritasmuenchen.de.

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