Unterschleißheim: Ungemütlicher Spatenstich fürs neue Kinderhaus

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    • 09.10.12
    • Schleißheim
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Ungemütlicher Spatenstich fürs neue Kinderhaus

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Unterschleißheim - Der Startschuss für den Bau des sechsten Unterschleißheimer Kinderhauses stand unter keinem guten Stern. Bürgermeister Rolf Zeitler machte den Spatenstich im strömenden Regen, aber dafür soll das mit Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro veranschlagte Haus am Ende umso schöner werden.

Kraftvoll zugestochen: Christian Karger vom Bauamt Unterschleißheim, Architekt Franz Hampl, Richard Niebler von der zuständigen Baufirma, Unterschleißheims Bürgermeister Rolf Zeitler, Irene Ehrnsberger vom Bauamt und Architekt Bernhard Hartmann (v.l.) beginnen mit dem Spatenstich den Neubau. Foto: Michalek

Kraftvoll zugestochen: Christian Karger vom Bauamt Unterschleißheim, Architekt Franz Hampl, Richard Niebler von der zuständigen Baufirma, Unterschleißheims Bürgermeister Rolf Zeitler, Irene Ehrnsberger vom Bauamt und Architekt Bernhard Hartmann (v.l.) beginnen mit dem Spatenstich den Neubau. Foto: Michalek

Zeitler hätte dieses Kinderhaus am liebsten auf einem städtischen Grundstück in der Nachbarschaft des neuen Seniorenzentrums gesehen. Die Mehrheit des Stadtrates wollte die derzeit in Containern bei der Michael-Ende-Schule betreuten Gruppen aber an der Ingolstädter Straße ansiedeln. Das wiederum brachte komplizierte Verhandlungen für den Kauf der beiden Grundstücke mit sich. „Der neue Standort ist für mich aber auch kein Beinbruch“, sagte Zeitler bei dem ungemütlichen Festakt unter Regenschirmen.

Nun ist der Weg frei für eines der größten Kinderhäuser der Stadt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband als zukünftiger Betreiber bekommt ein zweistöckiges Haus mit drei Krippengruppen für 36 Kinder zwischen null und drei Jahren im Erdgeschoss sowie drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen im ersten Stock. Eine Besonderheit der Betreuungseinrichtung ist zweifelsohne der Zugang zu dem nördlich angrenzenden Biotop. Zeitler ist zuversichtlich, mit dem sechsten Haus die gesetzlichen Vorgaben für die Kinderbetreuungsplätze endgültig zu erfüllen. Er gibt aber auch zu bedenken, dass der tatsächliche Bedarf an Plätzen höher liegt. Dennoch muss die Stadt in den kommenden Jahren nicht mehr in Eile neue Einrichtungen bauen. Die nächste Erweiterung des Angebotes betrifft das Champini-Kinderhaus nahe dem Schwimmbad, wo nicht zuletzt aufgrund der Zuschüsse vom Bund zuerst vornehmlich Platz für Krippengruppen entsteht. Derzeit ist ein Anbau an die private Einrichtung in der Vorbereitung, mit der die Betreuungseinrichtung mit dem speziellen Bewegungskonzept auf sechs Krippen- und vier Kindergartengruppen ausgebaut werden soll.

Wie bei Champini sollen auch die Kinder im Gebäude an der Südlichen Ingolstädter Straße die Möglichkeit bekommen, Krippe und Kindergarten in einem Haus durchlaufen zu können. Zeitler sagte, dass sich dieses pädadgogische Konzept der Stadt bei der Planung ihrer Kinderhäuser bewährt habe.

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