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    • 27.02.13
    • München Süd
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"Unterdrückt nicht die Fremden"

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Landkreis - Der Landkreis sucht dringend nach Plätzen für Asylbewerber. Schon deshalb ist der morgige Weltgebetstag brennend aktuell. Denn der ist ganz auf die Situation von Flüchtlingen zugeschnitten. Der Pfarrverband „Vier Brunnen“ hat sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen.

Das Vorbereitungsteam des diesjährigen Weltgebetstags im Pfarrverband „Vier Brunnen“ hat sich etwas Besonderes ausgedacht. foto: fkn

Das Vorbereitungsteam des diesjährigen Weltgebetstags im Pfarrverband „Vier Brunnen“ hat sich etwas Besonderes ausgedacht. foto: fkn

Wilde Küstenabschnitte in der Bretagne, liebliche Strände an der Côte d’Azur. Baguette, Rotwein und andere Gaumenkitzler. Dazu ein immerwährender Frühling in der Provence: So weit die Klischees über Frankreich, die es in Hülle und Fülle gibt. Doch sie sind nur die halbe Wahrheit: Wegen seiner ehemaligen Kolonien in Afrika hat das Land mit enormen Flüchtlingsströmen zu kämpfen.

Das verbindet Frankreich derzeit mit dem Landkreis München, der infolge der anhaltenden Kriege im Nahen Osten und Zentralasien ebenfalls viele Asylbewerber aufnehmen muss. Nicht überall jedoch sind sie willkommen, wie der anhaltende Widerstand gegen die Errichtung von Sammelunterkünften zeigt (wir berichteten). Auch diese Problematik existiert hier wie dort.

Der Pfarrverband „Vier Brunnen“ im südöstlichen Landkreis hat das erkannt und deswegen zum diesjährigen Weltgebetstag am morgigen Freitag eine Aktion ins Leben gerufen. „Wir wollen auf die weltweite Not von Flüchtlingen aufmerksam machen“, sagt Eva-Maria Stiebler aus Ottobrunn, die Mitglied eines über 20-köpfigen Vorbereitungsteams ist. „Wir wollen die Menschen für dieses Thema sensibilisieren, das in Frankreich und bei uns aktueller denn je ist.“

Konkret bereiten die Frauen der evangelischen Michaelskirche in Ottobrunn, Hohenbrunn und Neubiberg sowie der katholischen Pfarreien St. Magdalena, St. Albertus-Magnus und St. Otto in Ottobrunn einen Gottesdienst mit Musik, Wortbeiträgen, Rollenspielen und Gebeten vor. Veranstaltungsort ist die Kirche St. Stephanus in Hohenbrunn, wo um 18 Uhr eine Messe zum Weltgebetstag stattfindet.

Das Besondere: Auch Gäste aus Frankreich werden anwesend sein. Genauer gesagt handelt es sich um eine neunköpfige Frauen-Delegation aus der französischen Diözese Évry-Corbeil-Essonnes, die eng mit der Erzdiözese München-Freising verbunden ist. Auch dabei ist die Französin Véronique Fontaine, die einige Jahre in Ottobrunn gelebt hat. Unter dem diesjährigen Motto „Ich war fremd und Ihr habt mich aufgenommen“ aus dem Matthäus-Evangelium sollen die Biografien von sechs Frauen aus Frankreich in den Fokus gerückt werden.

Dazu sind Rollenspiele geplant. „Jede Geschichte beschreibt die Situation einer Frau, die einen Migrationshintergrund hat und in schwierigen Verhältnissen lebt“, schildert Stiebler. Dabei folgt die Gottesdienstordnung strikt den Vorgaben aus Frankreich, das heuer den in über 170 Ländern stattfinden Weltgebetstag ausrichtet (siehe Kasten). Untermalt werden die Darstellungen durch Gesänge und Gebete, verbunden mit dem Appell, die Not leidenden Menschen in die Mitte der Gemeinschaft aufzunehmen.

Stiebler zitiert entsprechend der Gottesdienstordnung eine Stelle aus dem Dritten Buch Mose, in der es heißt: „Unterdrückt nicht die Fremden, die bei Euch im Land leben, sondern behandelt sie genau wie euresgleichen.“ Nach dem Gottesdienst ist im Pfarrheim ein kleiner Imbiss mit französischen Leckereien geplant.

Auch andere Landkreis-Gemeinden feiern den Weltgebetstag: In Unterhaching etwa findet um 19 Uhr eine ökumenische Messe in St. Korbinian statt, die katholische Kirche St. Peter und Paul in Grünwald öffnet ihre Pforten um 18 Uhr.

Die Asylproblematik wird in der Isartal-Gemeinde allerdings nicht explizit aufgegriffen, wie Mit-Organisatorin Barbara Hurnaus erläutert: „Es wird ein traditioneller Gottesdienst sein, der ganz im Zeichen der Vorgaben aus Frankreich steht.“

von Rafael Sala

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