Seit acht Jahren lebt Cyra bei Thomas Klemt und seiner Lebensgefährtin Elke Seidl in Ebenhausen. „Freunde von uns haben sie auf Kreta einem Bauern abgekauft, der sie an einer Kette hielt.“ Klemt überlegt. „Sie muss damals so ungefähr zwei Monate alt gewesen sein - also noch ein Welpe.“ Der Schäfermischling blühte auf, wurde Teil der Familie. „Ein richtig lieber, fröhlicher und verschmuster Hund.“ Doch seit vorgestern ist alles anders.
Der Toningenieur machte sich kurz vor Mitternacht auf den Weg in die Münchner Tierklinik. „Während der Autofahrt begann sie zu krampfen und vor Schmerzen zu jaulen“, beschreibt Klemt. So schnell er es verantworten konnte, fuhr er weiter. „Ich hatte schon abgeschlossen, ich nahm an, dass sie stirbt.“ Die Verzweiflung ist dem Ebenhausener noch immer anzumerken. Klemt setzte sich ins Wartezimmer, während die Tierärzte um das Leben seiner Hündin kämpften.
Gegen acht Uhr kam endlich aus der Tierklinik die erlösende Nachricht: „Cyra hat überlebt - aber sie ist blind.“ Klemt atmet tief durch. „Doch es besteht Hoffnung, dass sich die Nerven wieder regenerieren.“ Der 69-Jährige will keine Ruhe geben, bis der Täter gefasst ist. „Cyra ist schon fast wie ein Kind für uns - und der Täter sollte sich auch einmal überlegen, dass er nicht nur einem unschuldigen Tier Schmerzen zufügt, sondern auch seinen Besitzern.“
sh
Auch in Türkenfeld und Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) legen Hundehasser Giftköder aus. Dort hat die Polizei jetzt eine Plakataktion gestartet.


Knapp überlebt: Hündin Cyra.
Thomas Klemt








