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    • 22.02.13
    • Unterhaching
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Oberbiberg auf der Überholspur

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Oberbiberg - „Oberbiberg hat Oberhaching überholt“, erklärte Stefan Schelle bei der Ortsteilbürgerversammlung, die traditionell im Gasthof „Kandler“ stattfand.

Was tut sich in Oberbiberg? Rathauschef Stefan Schelle (stehend) erstattete bei der Ortsteilbürgerversammlung im Gasthof „Kandler“ umfassend Bericht. Foto: Robert Brouczek

Was tut sich in Oberbiberg? Rathauschef Stefan Schelle (stehend) erstattete bei der Ortsteilbürgerversammlung im Gasthof „Kandler“ umfassend Bericht. Foto: Robert Brouczek

Der Bürgermeister spielte damit auf die Breitbandversorgung der Altgemeinden an, die Ende 2012 abgeschlossen wurde. „Nun steht den Bürgern in den Altgemeinden eine leistungsfähige Internetverbindung zur Verfügung“, so Schelle. Die Kosten lagen bei 260 000 Euro, von denen 100 000 Euro vom Freistaat getragen wurden.

Die ersten Haushalte sind bereits angeschlossen, doch sind die Freischaltungen durch die Telekom unzuverlässig. Aus diesem Grund hat die Gemeinde inzwischen sogar einen Beschwerdebrief an den Vorstandsvorsitzenden der Telekom gerichtet.

Wie Schelle den rund 45 interessierten Bürgern weiter berichtete, investiert Oberhaching derzeit mit Hochdruck ins Geothermie-Projekt. „Wir sind mit 26 Prozent an der GeoEnergie Taufkirchen beteiligt und haben einen Wärmeliefervertrag über 20 Megawatt“, erläuterte der Rathauschef. Auf Nachfrage, wann sich die Investitionen von insgesamt 22 Millionen Euro amortisieren werden, sagte Schelle, dass er mit rund 15 Jahren rechnet. „Derzeit liegt die Zahl der Anschlüsse bei rund 40 Prozent.“

Ob sich ein Anschluss Oberbibergs rechnen würde, musste der Bürgermeister verneinen. „Es ist nicht so sehr der Wärmeverlust durch die lange Leitungsstrecke, sondern die geringe Abnahme, da in Oberbiberg nicht so viele Menschen leben“, erklärte er. Stattdessen schlug er den Bürgern vor, ein Hackschnitzelheizwerk zu bauen, das genossenschaftlich betrieben werden könnte.

Für viel Aufregung sorgte bei den Bürgerversammlungen vor zehn Jahren das Thema Wasserversorgung. Der Zweckverband Endlhauser Gruppe, damals durch den Bau eines Brunnens und eines Hochbehälters überschuldet, musste völlig neu strukturiert werden, und das wirkte sich direkt auf die Geldbeutel der Bürger aus den Altgemeinden aus. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet. Schelle berichtete, dass man mittlerweile in ruhigem Fahrwasser angekommen sei. Große Teile des veralteten Leitungsnetzes wurden erneuert und der Wasserverlust von damals 40 Prozent auf derzeit 26 Prozent gesenkt. Im nächsten Jahr werden noch Leitungen in Thanning, die zwischen 80 und 100 Jahre alt sind, erneuert.

Auch der Ausbau des seit Jahren ersehnten Radwegs von Oberhaching nach Oberbiberg stand zur Diskussion. Wie Schelle berichtete, können nötige Grundstücke nicht erworben werden, da sich die Eigentümer weigern zu verkaufen. Zum überfüllten Parkplatz an der S-Bahn-Station Deisenhofen erklärte er, dass die Gemeinde nur wenig unternehmen könne. Viele Autofahrer aus dem Umkreis nutzen den Parkplatz, um von dort im Zehn-Minuten-Takt in die Stadt fahren zu können. „Eine Verbesserung wird es wohl erst geben, wenn der Zehn-Minuten-Takt ab Sauerlach gilt, wo ein größeres Parkhaus zur Verfügung steht.“

Birgit Davies

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