München - Schritt eins auf dem Weg zur Ski-Piste ist geschafft: Das Wasser aus dem Olympiasee ist abgelassen. Trotzdem noch kaum vorstellbar: Hier soll am 1. Januar die Ziellinie einer Weltcup-Strecke liegen.

Warten auf besseres Wetter: Die Schneekanonen stehen zwar bereit, legen aber erst bei vier Grad minus los. Foto: Schlaf
Aber immerhin hatte das Anfang des Jahres auch schon mal geklappt. Die Premiere des „Audi FIS Ski World Cup“ am 2. Januar wollten 25 000 Zuschauer vor Ort und 3,128 Millionen am Fernseher sehen, obwohl es im Vorfeld vor allem von sportlicher Seite Bedenken gegeben hatte. Ein Rennen mitten in der Großstadt mit Punkten, die den Gesamt-Weltcup beeinflussen?
„Am Schluss hat sich die Skepsis der Athleten aber gelegt. Die meisten hatten einfach Spaß daran, hier zu fahren - die Stimmung war super“, erinnert sich der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands, Wolfgang Maier. „Es war aber ganz sicher keine Spaßveranstaltung, sondern ein absolut hochwertiger Alpin-Weltcup.“
Die Idee, den Ski-Weltcup nach München zu bringen, stand beim letzten Mal noch in Verbindung mit der - inzwischen gescheiterten - Olympiabewerbung. „Wir schaffen das jetzt auch ohne!“, sagt der FIS-Renndirektor Günter Hujara. Das Städte-Rennen soll sogar fest im Kalender verankert werden, „bis mindestens 2016, immer um den 1. Januar herum.“
Neben Werbeeffekten hat die Veranstaltung nämlich noch weitere Vorteile. Hujara: „Es ist eine ganz andere Atmosphäre als in den Bergen. Wir haben die Chance, die Zuschauer richtig nahe an die Läufer ranzubringen, sie zu begeistern.“ Das tue auch dem Alpin-Sport an sich gut.
Im Vergleich zum letzten Mal werden die Rennabläufe aber ein wenig gebremst, damit die Zuschauer noch besser folgen können (das geht übrigens am besten direkt neben dem Ziellauf). Außerdem wird die Strecke einen Tick länger sein und zwei Tore mehr haben, verspricht der Cheforganisator Frank Seipp.
Gerade hat er die fünf Schneekanonen aufstellen lassen, die die Piste renntauglich machen sollen. Momentan ist es aber noch viel zu warm für den ersten Schnee. „Vier Grad minus sollte es schon haben, damit die Kanonen arbeiten können.“ Noch ist genug Zeitpuffer da, aber spätestens Mitte Dezember würde Seipp gerne loslegen. Von der Witterung hängt nämlich auch der Etat ab: „Im schwierigsten Fall wird es auf einen hohen sechsstelligen Betrag hinauslaufen.“
Wenn man auch im Großen und Ganzen auf das Konzept im vergangenen Jahr vertraut, stehen beim diesjährigen Weltcup nicht nur die Rennfahrer auf der Piste. Parallel läuft nämlich das Wintersportfestival, das in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls jeweils 20 000 Besucher angezogen hat. Mehr als 15 Wintersportarten können hier ausprobiert werden, von Eishockey über Biathlon bis hin zum Skisprung. Das Festival startet schon am 30. Dezember.
Karten für den Parallelslalom am 1. Januar 2012 ab 16 Uhr gibt es bei München-Ticket unter der Telefonnummer 0180/54818181 und im Internet unter www.muenchenticket.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Erwachsene zahlen 19 Euro; ermäßigt kosten die Tickets 11, an der Abendkasse jeweils zwei Euro mehr.
Katharina Fuhrin
Verlosung
Der Münchner Merkur verlost fünf Mal zwei Karten und einmal zwei VIP-Karten für den Parallelslalom im Olympiapark. Wer gewinnen will, ruft einfach am heutigen Mittwoch die Nummer 01379 / 88 00 03 an (50 Cent aus dem deutschen Festnetz) und nennt das Kennwort „Parallelslalom“.
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