München - Eine Frau nimmt die fünfjährige Feja einfach mit nach Hause. Doch die Münsterländer-Dame findet den Weg von Fürstenried zurück ins Lehel - und lässt so die Entführerin auffliegen.

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Feja fand den Weg von Forstenried zurück ins Lehel.
Ein Hoch auf die Klugheit und Treue der fünfjährigen Feja. Die Kleine-Münsterländer-Hündin hat sich zwar von einer Diebin durch ein knackiges Wienerle auf Abwege locken lassen. Aber sie hat zurück zu ihrem Herrn gefunden - und die Täterin entlarvt. Die Arzthelferin Sabine B. gestand vor dem Amtsgericht den Hundediebstahl: „Ich habe mich in diesen Hund auf den ersten Blick verliebt, konnte einfach nicht widerstehen!“
Feja ist eine sehr menschenbezogene Hündin, die jedem schön tut. Am 17. April hat Herrchen Stefan S. (41) sie ausnahmsweise vor einem Laden im Lehel warten lassen: „Abends sollten Gäste kommen, es pressierte, und deshalb habe ich den Hundespaziergang mit dem Einkaufen verbunden.“ Als er „nach höchstens fünf Minuten“ wieder auf die Straße trat, war die nicht angeleinte Feja verschwunden.
Sabine B.: „Der Hund wedelte mich freundlich an, ich hab ihn gestreichelt und mit ihm geredet. Da hat er mir die Pfote aufs Knie gelegt. Ich war hin und weg.“ Sie zog eine Wurst aus der Einkaufstasche und ging ein paar Schritte, Feja folgte ihr auf dem Fuß. „Da war’s um mich geschehen. Ich dachte, wenn der Besitzer den Hund nicht anleint, ist er selber Schuld.“ Die Angeklagte lockte die Kleine Münsterländerin ins Auto und fuhr heim nach Fürstenried.
„Wie kommen Sie zu dem Hund? Er gehört mir“, hielt er Sabine B. vor, und sein Freund bestätigte es. Die Diebin leugnete: „Ich habe Paula als Welpen bekommen“, behauptete sie. „Geben Sie das Tier her!“ Die beiden Männer hielten sie fest und riefen die Polizei. Eine Überprüfung des Chips der Rassehündin erübrigte sich, als Stefan S. ein paar der Kunststücke zeigte, die Feja auf bloßen Fingerzeig vorführte. „Probieren Sie’s mal“, forderte er Sabine B. auf. Sie versuchte es, verhedderte sich aber in den Handzeichen, die Hündin rührte sich nicht.
Im Prozess entschuldigte sich die Diebin: „Ich habe Mist gemacht.“ Stefan S. legte „keinen Wert auf Strafe, Feja ist wieder da“. Unter diesen Umständen beließ es der Richter bei einer Verwarnung mit dem Vorbehalt einer Geldstrafe von 800 Euro. Sarah List
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