München - Die Stadt erwägt, ein Areal nahe dem Stachus für ein Islam-Zentrum zu reservieren – und ruft damit ein geteiltes Echo hervor. Während den Grünen und der FDP der Gedanke gefällt, reagieren Vertreter von CSU und SPD entweder vorsichtig oder ablehnend.

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Zentrale Lage: Auf diesem Areal an der Herzog-Wilhelm-Straße könnte ein Islam-Zentrum entstehen. Das zumindest erwägt die Stadtverwaltung.
Zwar will die Stadt offiziell noch nicht über einen Standort für das Zentrum sprechen – schließlich müssen bis zum Bau noch viele Fragen geklärt werden. Doch wie unsere Zeitung erfuhr, wurden verwaltungsintern bereits drei bis fünf Grundstücke in die engere Wahl gezogen. Wie berichtet, soll sich darunter ein Favorit herauskristallisiert haben: ein Areal an der Herzog-Wilhelm-Straße. Es liegt in der Altstadt, unweit des Stachus.
Interessanterweise ist jedoch Stadtdekanin Barbara Kittelberger, Repräsentantin der Evangelischen Kirche in München, anderer Meinung. „Ich freue mich, dass die Idee, innerhalb des Altstadtrings einen prominenten Platz für „Ziem“ zu finden, allmählich konkreter wird. Ich kann das nur begrüßen.“ Der Standort an der Herzog-Wilhelm-Straße habe den Vorteil, dass er neben der Evangelischen Stadtakademie liege. „So können wir den Dialog zwischen Christen und Muslimen – aber auch mit den anderen großen Religionen stärken. Wir sollten uns in der Stadt auf Augenhöhe begegnen.“ Zwar sei es richtig, dass die Evangelische Kirche sich langfristig einen Standort in der Altstadt wünsche, so Kittelberger. Dieses Thema müsse man aber trennen von den Bemühungen, Muslimen einen angemessenen Platz zu gewähren.
Anders die Grünen: „Wir wollten von vornherein, dass das Islam-Zentrum nicht in der Peripherie gebaut wird“, sagte Stadträtin Gülseren Demirel. Insofern entspreche ein Standort in der Altstadt ihren Erwartungen. FDP-Stadtrat Jörg Hoffmann denkt ähnlich: „Wenn man so ein Projekt will, ist es umso besser, je zentraler man es baut.“ Das Zentrum solle ja in die Gesellschaft integriert werden. Es müsse aber gesichert sein, dass der Ziem-Verein für das Areal eine entsprechende Vergütung zahlt.
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