Eröffnung in der Hofstatt

So wird "Abercrombie & Fitch" in München

München - Mehr als 3300 Quadratmeter, drei Stockwerke, eine Videowand: Für die Eröffnung seines Geschäfts in der Hofstatt will sich das US-Kultlabel „Abercrombie & Fitch“ nicht lumpen lassen.

Richard Collyer ist bei der Modemarke für die Eröffnung neuer Shops zuständig und verriet beim Hofstatt-Sommerfest am Mittwochabend erste Details.

Gifstoffe in Kleidung von Abercrombie & Fitch

So wird es nicht nur einen „A&F“-Laden geben, sondern auch ein „Hollister“-Geschäft. Hollister ist die Tochtermarke des US-Unternehmens. Während Abercrombie & Fitch etwas formellere Kleidung bietet, hat sich Hollister auf legere Surfer-Kleidung spezialisiert. Der A&F-Laden soll etwa dreimal so groß wie das Hollister-Geschäft sein, das damit immer noch das größte in Europa ist. Beide Läden sind getrennt, Abercrombie & Fitch wird über die Sendlinger Straße zugänglich sein, der Hollister-Laden über den Färbergraben. Allerdings wird letzterer erst im kommenden Frühjahr eröffnen - soweit die Planung.

Ansturm zur Eröffnung

Zur Eröffnung des neuen A&F-Ladens am 25. Oktober an der Sendlinger Straße gab es eine wahren Kundenansturm.

Besonderes Highlight: eine zwei Etagen hohe Videowand am Eingang des A&F-Geschäfts an der Sendlinger Straße. „Hier werden wir Livebilder vom Huntington Beach in Kalifornien übertragen“, erklärt Collyer. Auch diese Videowand wird die größte an einem A&F-Laden in Europa sein.

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Wie üblich bei dem Modelabel, kommen rein visuell vor allem die weiblichen Gäste auf ihre Kosten: Zur Eröffnung und auch danach werden die berühmten Waschbrettbauch-Models der Marke Spalier stehen und mit ihren gestählten Körpern für das jugendliche Image der Klamotten werben. Obligatorisch ist auch der berühmte A&F-Duft, den das Unternehmen in seinen Filialen über die Klimaanlage verbreitet und an dem die Geschäfte oft schon von Weitem zu erkennen sind. Und: Auch die Kindermarke „abercrombie kids“ soll in dem neuen Geschäft vertreten sein.

„Wir werden die Sendlinger Straße dominieren“, sagt Collyer. München sei für die Marke lange eine frustrierende Stadt gewesen - so viele junge, wohlhabende Kunden, aber keine passende Immobilie. „Manchmal muss man eben bis zum Ende warten, um das Beste zu bekommen“, so Collyer.

Aber nicht nur die jüngere Generation, sondern auch die Hofstatt selbst ist von der A&F-Ansiedlung durchaus angetan. „Wir sind sehr froh, dass sie sich für uns entschieden haben“, sagt LBBW-Chef Gerd Hille. Das zeige, dass man die Bedürfnisse der Geschäfte erfülle.

Denn - was man bei all der A&F-Euphorie gern vergisst - auch andere hochkarätige Marken werden in die Hofstatt einziehen. Das schwedische Edel-Label „Gant“ will ein rund 800 Quadratmeter großes Geschäft eröffnen, das größte in Deutschland. Die Wohnmarke „Depot“ hat einen Mietvertrag über 1300 Quadratmeter unterschrieben. Insgesamt sind schon 70 Prozent der Ladenfläche vergeben. „Über den Rest machen wir uns auch keine Sorgen“, so Hille. Aber über ungelegte Eier wolle man noch nicht sprechen.

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Moritz Homann

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