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    • 22.03.13
    • München
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MVG drückt aufs Gas

Fahrplan 2014: Neue Altstadtlinie geplant

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München - Die Verkehrsbetriebe drücken ab Dezember das Gaspedal noch ein Stück tiefer. Das MVG-Angebot wird auf breiter Front erweitert. Geplant sind echte Neuerungen, ein „ExpressBus“ und eine neue Altstadtlinie.

ExpressBus X30: Die Verkehrsgesellschaft schickt ab dem 15. Dezember einen neuen Bus quer durch die Stadt, der nur an wenigen Haltepunkten stoppt. Die neue „X30“-Linie ist im Plan gelb hinterlegt. Grafik: Ertl

ExpressBus X30: Die Verkehrsgesellschaft schickt ab dem 15. Dezember einen neuen Bus quer durch die Stadt, der nur an wenigen Haltepunkten stoppt. Die neue „X30“-Linie ist im Plan gelb hinterlegt. Grafik: Ertl

Nie zuvor schleuste die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mehr Personen durch ihr Nahverkehrsnetz. Die Stadt wächst – und mit ihr die Nachfrage. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die MVG einen Zuwachs von 2,7 Prozent, rund 14 Millionen Fahrgäste mehr als im Jahr zuvor. „Auf manchen Strecken-Abschnitten wird es allmählich eng“, gibt MVG-Chef Herbert König zu.

Um den Massen irgendwie Herr zu werden, will die MVG ihr Angebot ab dem 15. Dezember deutlich stärker ausbauen als zunächst geplant. Fachleute sprechen von „Platzkilometern“, die 2014 um 3,4 Prozent wachsen sollen. Die geplanten Maßnahmen werden zunächst den Bezirksausschüssen vorgelegt und landen dann im Juli im Stadtrat. Wir zeigen die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

K ExpressBus X30: Diese neue Schnell-Verbindung soll vor allem die U-Bahn entlasten. Der „ExpressBus“ fährt auf direktem Weg zwischen Sendling, Giesing und Haidhausen und hält dabei nur an zehn Umsteige-Punkten zur U-Bahn oder Tram (siehe Grafik). Alle anderen Stopps lassen die Gelenkbusse links liegen. Der X30 soll die Stadtteile ohne Umweg über das Zentrum verbinden. Er fährt montags bis freitags etwa von 6 bis 21 Uhr sowie samstags von 7 bis 21 Uhr. Die Busse kommen in den Hauptverkehrszeiten alle 5 Minuten, sonst alle 6 bis 7 Minuten. Sollten die Fahrgäste das neue Konzept annehmen, hat die MVG noch weitere Express-Linien in der Schublade. Welche das sind, will König aber noch nicht verraten.

K Neue Altstadtlinie: Der „CityBus 101“ ist das Gegenstück zur Express-Linie und dient der „Feinerschließung der Innenstadt“. Ein kleiner, schmaler „Midibus“ mit 40 bis 50 Sitzplätzen wird viele Haltestellen auf kleinem Raum zwischen Sendlinger Tor, Marienplatz und Hofgarten bedienen. Die genaue Route steht noch nicht fest, als Haltepunkte sind unter anderem der Rindermarkt, der Viktualienmarkt, das Nationaltheater und die Kammerspiele im Gespräch.

K Neue Uni-Linie: Die neue StadtBus-Linie 153 pendelt montags bis freitags alle 10 Minuten zwischen Odeonsplatz, Universität und Hochschule an der Lothstraße. Sie soll möglichst schon zum Schuljahresbeginn im September 2013 in Betrieb gehen.

K Neue Linie zwischen Am Knie und Harras: Der neue StadtBus 130 fährt von Am Knie über Laim und Heimeranplatz zum Harras. Er schafft so eine tägliche Direktverbindung im 20-Minuten-Takt.

K 2-Minuten-Takt U1/U2: Im stark belasteten Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof, Sendlinger Tor und Kolumbusplatz kommt im morgendlichen Berufsverkehr zwischen 7 und 9 Uhr – erstmals im Regelbetrieb – alle 2 Minuten ein Zug der U-Bahnlinien U1, U2 oder U7. Möglich wird der enge Takt an Schultagen durch eine massive Verstärkung der U2 zwischen Milbertshofen und Kolumbusplatz, wo die Züge zeitweise doppelt so häufig verkehren werden wie bisher.

K Linie zum Olympiapark: Die samstags von etwa 11.30 bis 19.30 Uhr angebotenen Fahrten zwischen Sendlinger Tor, Hauptbahnhof und Olympiazentrum bekommen eine eigene Liniennummer: U8. Dadurch könne die Linie „einfacher kommuniziert und damit auch besser ausgelastet werden“, so die MVG.

K Lückenschluss Pasing: Die Neubaustrecke ist keinen Kilometer lang – aber trotzdem wichtig: Durch die Verlängerung der Tram-Linie 19 vom Pasinger Marienplatz zum Bahnhof Pasing wird eine schmerzhafte Lücke im ÖPNV-Netz geschlossen. Bisher müssen Fahrgäste zwischen Tram und Bahnhof zu Fuß gehen. Die Tram-Züge fahren künftig gegen den Uhrzeigersinn über die Bäckerstraße zum Bahnhof und von dort durch die Gleichmannstraße zur Landsberger Straße zurück.

K 5-Minuten-Takt für Tram St. Emmeram: Die Nachfrage auf der Ende 2011 eröffneten Tram St. Emmeram übertrifft alle Prognosen. Daher wird der 5-Minuten-Takt an Schultagen ausgedehnt. Dadurch verdoppelt sich das Angebot zwischen 15 und 19 Uhr.

K Neue Bus-Züge: Ab dem Fahrplanwechsel setzt die MVG ihre neuen Bus-Züge, also normale Busse plus Anhänger, erstmals planmäßig ein. Sie sollen gezielt auf den Strecken mit der stärksten Nachfrage fahren, nämlich auf den Linien 53, 60, 140, 141 und 170.

K Mit dem Bus nach Dachau: Die Linie 172 soll in Abstimmung mit dem Landkreis nach Dachau verlängert werden und stellt dann eine neue Querverbindung im Münchner Norden von Dachau über Karlsfeld nach Feldmoching her. Die Busse fahren montags bis freitags alle 20 Minuten. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehrt der Bus stündlich.

K Das fordert die Stadt: Die MVG finanziert ihren Netzausbau durch höhere Einnahmen – dem Boom sei Dank. Für Extrawünsche, die wirtschaftlich unrentabel sind – zum Beispiel die Nachtlinien – spendiert die Stadt jährlich knapp drei Millionen Euro. Diese Summe will Wirtschaftsreferent und OB-Kandidat Dieter Reiter (SPD) nun mehr als verdoppeln und um weitere 3,5 Millionen Euro aufstocken. Die CSU höhnt postwendend: „In Wahlkampfzeiten ist offenbar vieles möglich.“

Neben Verbesserungen im Nachtnetz schlägt Reiter drei konkrete Einzelmaßnahmen beim Busverkehr vor: Erschließung des Neubaugebiets „Südseite“ in Obersendling durch die Verlängerung der Buslinie 136. Verbesserte Erschließung des neuen Seniorenwohnheims sowie des Christophorus-Hospizes in der Effnerstraße. Erschließung des Wohn- und Gewerbegebietes südlich der Bodenseestraße in Freiham. Außerdem wünscht sich Reiter eine Taktverdichtung der nördlichen U2 bis Harthof sowie eine Ausdehnung des 10-Minuten-Takts auf allen Linien der Tram bis 22 Uhr.

Thomas Schmidt

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Kommentare

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Marc24.03.2013, 08:39
(7)(0)

Mein Gefühl sagt mir, dass hier in München fast immer als erstes gemeckert werden muss. Das scheint einfach so sein zu müssen. Ich finde das nur noch zum ko****.

Der Münchner ÖPNV ist weitestgehend schon gut aufgestellt. Es geht auch deutlich teurer und das bei weniger Leistung.

Sibiria23.03.2013, 19:21Antwort
(3)(0)

Mittels Videoüberwachung Bußgeld gegen Leute, die die Tür aufhalten, zu verhängen wäre meiner Meinung nach angebracht!

Susi23.03.2013, 18:18Antwort
(1)(0)

Fragt sich nur was man dann mit den Typen meinen, die sich noch in die schließenden Türen reinquetschen müssen, obwohl in 2min die nächste U-Bahn kommt.
Konnte schon öfters beobachten, grad bei Verspätungen, dass zwei Züge kurz hintereinander kamen. Und alle quetschen sich wie blöd in den eh schon überfüllten ersten Zug, sogar mit Kinderwagen, obwohl gleich der nächste Zug kommt. Sollten die Fahrer öfters mal durchsagen. Wenn der Zug im Bahnhof steht, sieht man an der Anzeige ja leider nicht wie bald der nächste kommt.

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