Rutschwetter: Mehr Hunde bei Unfällen verletzt

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    • 29.01.13
    • München
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Dogge erreicht bei einem Unfall 1,8 Tonnen Masse

Waldi kann zum gefährlichen Geschoss werden

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München - Die Münchner Tier-Rettung mahnt angesichts steigender Einsatz-Zahlen, Hunde in Autos vorschriftsmäßig zu transportieren. Viele Hundehalter setzen sich darüber hinweg.

© Klaus Haag

So gut gesichert sind viele Hunde nicht. Deshalb werden immer wieder Tiere bei Auffahrunfällen verletzt.

Ein schwerer Unfall im Aubinger Tunnel ist für einen Hund unlängst tödlich ausgegangen. Weil das Tier nicht ausreichend gesichert war, wurde es durch das Auto geschleudert. Der Hund wurde so schwer an der Wirbelsäule verletzt, dass er eingeschläfert werden musste.

Generell führen in der Winter-Saison regennasse oder eisige Straßen vermehrt zu Auffahrunfällen. Und auch die Helfer der Münchner Tierrettung werden in dieser Zeit nach eigenen Angaben vermehrt an Unfallorte gerufen. Dabei würden Tiere besonders häufig verletzt, wenn sie im Kofferraum transportiert werden. Dies liege besonders daran, dass die Fahrzeuge in der Regel so konzipiert sind, dass der Fahrgastbereich besonders gut gesichert ist – und nicht der Kofferraum. Die Münchner Tierrettung rät darum, Hunde bevorzugt mit speziellen Gurten auf der Rückbank zu transportieren. Der ADAC empfiehlt hingegen den Transport im Kofferraum – am besten mit einer Trennung zwischen Lade- und Innenraum (siehe auch Kasten).

So alt werden Tiere

Dabei geht es letztlich auch um den Schutz der Menschen: Denn im Falle eines Unfalls wird laut Tierrettung bei einer Aufprallgeschwindigkeit von lediglich 50 Stundenkilometern das Gewicht jedes Insassen – auch des Hundes – bereits auf das 30-fache erhöht. Ist der Hund nicht gesichert, fliegt er ungebremst durch den Innenraum: Ein Chihuahua erreiche dabei eine Masse von etwa 60 Kilogramm, eine Dogge bereits etwa 1,8 Tonnen. Es bestehen also nicht nur Gefahren für das Tier selbst, sondern für alle Insassen des Autos.

Auch aus diesem Grund schreibt die Straßenverkehrsordnung im Paragraphen 22 vor, dass Ladung – also auch Hunde – gesichert werden muss, erklärt ein Sprecher der Münchner Polizei. Hinzu kommt, dass ein im Fahrgastraum herumkletternder Hund den Fahrer ablenken könnte und so Unfälle provoziert werden können. Gleiches gilt natürlich auch für andere Tiere, wie zum Beispiel Katzen oder Frettchen.

Nach Angaben des Polizei-Sprechers können Verstöße gegen die Ladungssicherung mit 35 Euro Bußgeld geahndet werden. Gezielte Hunde-Kontrollen durch die Verkehrspolizei sind jedoch nicht üblich.

Sven Rieber

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