SPD will privates Geld für zweite Stammstrecke

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2xva2FsZXMvbXVlbmNoZW4vc3RhZHQtbXVlbmNoZW4vc2JhaG4tendlaXRlLXN0YW1tc3RyZWNrZS1uZXVlcy1rb256ZXB0LW1tLTE1MjkzODQuaHRtbA==1529384So will die SPD die zweite Stammstrecke retten0true
    • 14.12.11
    • München
    • 7
    • Drucken

So will die SPD die zweite Stammstrecke retten

    • recommendbutton_count100
    • 0

München - Mit einer neuen Idee will die Rathaus-SPD den Plänen für eine zweite S-Bahn-Stammstrecke wieder Leben einhauchen.

© Schlaf

S-Bahn

Fraktionschef Alexander Reissl schlägt vor, einen privaten Investor ins Boot zu holen. Dieser könnte einen Teil der Bauwerke und Gleise bezahlen und sie anschließend an die Bahn vermieten. OB Christian Ude soll Freistaat, Bund und Bahn die Prüfung eines Public-Privat-Partnership-Modells (PPP) vorschlagen, fordert Reissl.

Solche Modelle sind nicht ungewöhnlich. Die Autobahn München-Stuttgart oder der Neubau des Frauengefängnisses in Stadelheim sind Beispiele. Wenn der Bund bereit sei, das Projekt finanziell abzusichern, „bin ich mir hundertprozentig sicher, dass wir einen Investor finden. Anlagewütiges Geld gibt es genug“, so Reissl. Gegen eine mögliche Kostenexplosion könnten sich Unternehmen absichern. Das sei allemal besser, als sich „das Geld von der Stadt zu pumpen“.

So sieht's im Stellwerk Ost aus

Die Deutsche Bahn wollte sich zu der Idee nicht äußern, verweist jedoch darauf, dass es im Konzern bislang noch keine PPP-Modelle gibt. Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) nannte es „erfreulich, wenn nun endlich Bewegung in die Gespräche kommt“. Es sei jedoch „viel zu früh, bestimmte Modelle und Varianten zu bewerten“.

Vor kurzem hatte Zeil der Stadt noch ein Ultimatum gestellt: Sie solle dem Bund 350 Millionen Euro für die Finanzierung leihen, sonst sei das Projekt gestorben. Laut Stadtkämmerer Ernst Wolowicz (SPD) ist das jedoch juristisch kaum möglich. Auf eine Anfrage der SPD-Fraktion erklärte er, eine Kommune dürfe dem Bund nur dann ein Darlehen geben, wenn das Geld einer kommunalen Aufgabe dient. Das sei bei der Stammstrecke nicht der Fall. Die Leihgabe wäre daher nicht zulässig. Es gäbe allerdings einen Winkelzug: Die Stadt könnte eine Vermögensanlage beim Bund aufnehmen – vergleichbar mit dem Kauf von Staatsanleihen. Doch auch dann gibt es laut Wolowicz einen Haken. Die Stadt ist verpflichtet, auf eine angemessene Rendite zu achten. Das würde den Kredit jedoch teurer machen, als er am freien Markt zu haben ist. Vorausgesetzt, der Bund zahlt das Darlehen zurück, wäre es wirtschaftlich nicht sinnvoll, das Geld von der Stadt zu leihen.

Peter T. Schmidt

zurück zur Übersicht: Stadt München

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
bahnfahrer15.12.2011, 21:46
(0)(0)

Mal eine kleine Überschlagsrechnung:
Einnahmen aus der Trassenbenutzung pro Jahr (Annahme: Trassenkategorie S1, Trassenfaktor 1,65, 8 km Streckenlänge, 280 Züge pro Tag an 365 Tagen im Jahr: 2.387.800,8 EUR
Einnahmen aus Stationsgebühren pro Jahr (Annahme: München HBF, Ostbahnhof Bahnhofskategorie 1, Marienhof Bahnhofskategorie 3, Annahme über Zugfolge wie oben): 2.756.334 EUR.
Gesamtsumme also 5.144.134,8 EUR im Jahr.
Die Gesamtkosten des Projektes werden auf 2.000.000.000 geschätzt. Ergo dauert es 388 Jahre, bis das Geld wieder reingeholt ist, und dabei sind Zinsen und Abschreibungen, etc. noch nicht berücksichtigt.
der private Betreiber müsste also mehr als das 10 fache an Gebühren für Trasse und Bahnhöfe verlangen, um nach 30 Jahren auch nur die Spur einer Rendite zu sehen, denn mehr als die 280 Züge pro Tag im Durchschnitt werdens nicht werden (Annahme: Es fahren 20 Stunden am Tag (Nachtruhe des S-Bahn) 14 Züge pro Stunde). Da wird jeder Bahnbetreiber dankend ablehnen..

MikeED14.12.2011, 14:59
(2)(0)

Ich darf bezweifeln, dass sich Investoren in diese Gesamtfehlplanung Stammstrecke einklinken. Mehr Chancen sehe ich in einer privaten, unabhängigen und ausbaufähigen Flughafen-Umlandbahn. Der von Politikern präferierte S-Ringschluss bedeutet doch nur, das Münchner S-Bahnchaos über Erding zum Flughafen zu verlängern. Das kann keinesfalls im Sinne des Fahrgastes sein, schon gar nicht für mehr als 1 Milliarde an Investitionskosten. Das Geld ist besser in einer autonomen Bahn und intelligenter Streckenführung aufgehoben.

K. Schneider14.12.2011, 12:06Antwort
(1)(0)

Dann sind sie vermutlich noch nie auf der A8 zwischen Augsburg und München gefahren. An sich optimal, vor allem gleichmäßig, auf 3 Spuren ausgebaut mit vernünftigem Standstreifen (wenn ich mir dagegen die A3 zwischen Nürnberg und Würzburg anschaue...). Abgesehen davon mit Betonprallwänden statt Leitplanken. Seit dem Ausbau sind zwar die Unfälle nicht zurück gegangen (wie auch, auf der optimal ausgebauten Hausrennstrecke aller "Münchner Westler"), die Unfallfolgen, was Schäden an Gesundheit und Leben angeht sind jedoch deutlich reduzierter als früher. Dafür brauche ich keinen ADAC, es reicht die Einsatzerfahrung(en) der Rettungskräfte in diesem Bereich in den letzten 10-15 Jahren.

Alle Kommentare anzeigen

Wetter für München und Bayern

Aktuelle Fotostrecken

Bilder: Gonzalo wütet in München

Unwetter München
weitere Fotostrecken:

Autohäuser in Ihrer Region

Schon wieder ein Bayern-Derby für den EHC

Schon wieder ein Bayern-Derby für den EHC

München - Am nächsten Sonntag hat EHC ein besonderes Spiel: Zuhause treten die Münchner gegen Ingolstadt an. Schon wieder ein bayerisches Derby.Mehr...

Nachrichten aus dem Landkreis

Pfarrverbandschor Ismaning-Unterföhring führt Mozart-Requiem auf

Ismaning - Der Pfarrverbandschor Ismaning-Unterföhring, dem sich für dieses Projekt viele weitere Sängerinnen und Sänger angeschlossen haben, bringt mit Solisten und Orchester am Sonntag, 26. Oktober, das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung.Mehr...

Südamerika als Augenöffner

Südamerika als Augenöffner

Grünwald - Zwölf Jahre bei einem Verein: Das ist heutzutage selbst im Fußball-Amateurbereich eine seltene Verbundenheit. Erst recht, wenn man, wie Benedikt Löppert, der im Sommer seine Laufbahn beim TSV Grünwald beendet hat, in der Jugend mit dem Klub überhaupt nichts zu tun hatte.Mehr...

Nachrichten vom Flughafen München

Streik-Chaos am Münchner Flughafen bleibt aus

Streik-Chaos am Münchner Flughafen bleibt aus

München - Die Piloten bei der Lufthansa verschärfen die Gangart: Am Dienstag weitete die Gewerkschaft Cockpit ihre Streiks auch auf Langstreckenflüge aus. In München streicht die Lufthansa die Hälfte ihrer Verbindungen. Bislang gibt es aber kein Chaos.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.